Prävention

Krankheitsvermeidung spart Kosten

Wie wichtig die betriebliche Prävention ist, zeigt folgende Zahl: Jedes Jahr verursachen arbeitsbedingte Erkrankungen  Kosten in Höhe von 28 Milliarden Euro.

Gesundheitsgefährdende Verhältnisse und Verhaltensweisen in den Blick nehmen


Verhältnisprävention setzt an den Arbeitsbedingungen an

Durch ergonomische Gestaltung der Arbeitsumgebung und Arbeitsmittel, aber auch durch entsprechende Arbeitsinhalte und die Arbeitsorganisation sollen Gesundheitsgefahren beseitigt werden. Verhältnisprävention zielt auf den Abbau von Arbeitsbelastungen. Dabei sind der neueste Stand der Technik und arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen.

Bild 2: Schmerzen. (Quelle: Der Schmerz, Broschüre der Techniker Krankenkasse, Hamburg 1995)

Verhaltensprävention geht vom Mitarbeiter aus

Hierunter fallen Maßnahmen zur Verhaltensänderung wie Bewegungs-, Ernährungs-, Nichtraucher-, Entspannungs-, Antistress-Programme usw. Durch geeignete Unterweisungen sollen die Beschäftigten aber auch Gesundheitsgefahren erkennen und ihnen durch ergonomisches Arbeitsverhalten begegnen.

Ein Beispiel:
Wer nichts über die Folgen falschen Sitzens für seinen Rücken weiß, wird auch nicht einsehen, dass er seinen Arbeitsstuhl korrekt einstellen muss.

Prävention muss sowohl an den Arbeitsbedingungen als auch am Verhalten der Mitarbeiter/-innen ansetzen. Beide Strategien gehören zusammen. Verhaltensprävention setzt allerdings oft Verhältnisprävention voraus.

Ein Beispiel:
An einem alten Bürostuhl lässt sich nicht viel einstellen, um darauf gesundheitsverträglich, also dynamisch zu sitzen, Allerdings: Was nutzt der beste Stuhl, wenn niemand weiß, wie man richtig damit umgeht.

Unterweisung verbindet Verhältnis- und Verhaltensprävention

Nach dem Arbeitsschutzgesetz (§ 12, Absatz 1) hat der Arbeitgeber die Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit angemessen zu unterweisen. Sie sollen damit in der Lage sein, an ihrem Arbeitsplatz oder Aufgabenbereich eine Gesundheitsgefährdung zu sehen und entsprechend zu handeln.

Inhalt dieses Artikels

  1. Prävention – eine neue Arbeitsschutzphilosophie
  2. Krankheitsvermeidung spart Kosten
  3. Der Methodenmix machts

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