Psychische Belastungen und Stress

Individuelle Auswirkungen

Psychische Vorgänge im Menschen sind all diejenigen, die mit Wahrnehmen, Denken, Erinnern, Erleben, Empfinden und Verhalten zu tun haben. Wie sich psychische Belastungen auf den einzelnen Menschen auswirken, wird in der o.g. Norm als psychische Beanspruchung bezeichnet. Diese Auswirkungen sind nicht ausschließlich auf die Stärke und Dauer der Belastung zurückzuführen, sondern hängen auch von individuellen Faktoren wie körperlicher und seelischer Verfasstheit ab. Wie ein Mensch Belastungen bewältigt, die aus der Arbeit resultieren, darüber entscheiden die ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen. Soziale Unterstützung, Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung und Weiterbildungsangebote stärken diese.

Positive Effekte, wenn die Balance stimmt

Beschäftigte können durch die psychische Beanspruchung ihre Arbeit als abwechslungsreich und anregend empfinden, weil sie Erfolgserlebnisse haben und sich weiterentwickeln können. Ein Zustand optimaler Funktionstüchtigkeit entsteht, wenn die Anforderungen weder zu hoch noch zu niedrig liegen.

Fehlbeanspruchung durch Über- oder Unterforderung

Wird der einzelne Mensch jedoch über- oder unterfordert, so führt die psychische Belastung zu Fehlbeanspruchung. Überforderung versetzt die Betroffenen in einen Alarmzustand. Es entsteht innere Anspannung, Angst, Nervosität, Erschöpfung usw. Unterforderung erzeugt Langeweile und Unlust. In der Sprache der Norm DIN EN ISO 10075-1 äußert das Ungleichgewicht von Belastungen und Bewältigungsmöglichkeiten durch psychische Ermüdung, ermüdungsähnliche Zustände, wie Monotonie und psychische Sättigung, sowie Stress. Die DIN weist aber auch auf Gegenmaßnahmen hin.

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