Die Überlastungs­anzei­ge / Die Ge­fähr­dungs­anzeige

Was ist eine Überlastungsanzeige?

Recht und Pflicht zur Anzeige

Arbeitnehmer/-innen sind aufgrund ihres vertraglichen Arbeitsverhältnisses verpflichtet, ihren Arbeitgeber darauf hinzuweisen, dass die Erfüllung der Arbeitsaufgaben gefährdet ist. Dies ist besonders dann relevant, wenn dieser aufgrund von vertraglichen Pflichten gegenüber Dritten Schaden davon tragen kann.

Ist vorhersehbar, dass die zu leistende Arbeit aus eigener Kraft nicht mehr zu abzuarbeiten ist, sollte eine Überlastungsanzeige erfolgen.

Was ist eine Überlastungsanzeige?

Die Überlastungsanzeige zeigt dem Arbeitgeber bzw. dem Vorgesetzten schriftlich oder mündlich an, dass trotz größter Sorgfalt bei der Arbeit die Gefahr besteht, dass die Arbeitsaufgaben nicht mehr ordnungsgemäß erfüllt werden können. Es wird damit auf unakzeptable Arbeitsbedingungen hingewiesen. Aus diesem Grund wird sie auch als Gefährdungsanzeige bezeichnet.

Die arbeitsvertraglichen Pflichten des Beschäftigten bestehen weiter, es besteht weiterhin Verantwortung für die Arbeitssituation und die Pflicht, alle Möglichkeiten zu einer adäquaten Erfüllung der Aufgaben auszuschöpfen und auf Abhilfe des Missstandes zu drängen.

Der Arbeitgeber hat durch die Anzeige die Möglichkeit, die organisatorischen Mängel abzustellen.

Überlastungsanzeigen sind für Beschäftigte deshalb auch Entlastungsanzeigen. In der Gesundheitsbranche sind sie bereits ein gängiges Verfahren, das betrieblich geregelt ist.

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