Die Überlastungs­anzei­ge / Die Ge­fähr­dungs­anzeige

Hoher Arbeitsdruck und seine Folgen

Die Erledigung von Arbeitsaufgaben ist an vielen Arbeitsplätzen direkt mit der Verantwortung für Leistung und Qualität gegenüber Kunden, Klienten oder Patienten verbunden. Steigt die Arbeitsmenge, der Termindruck und der Stress über die normalen Grenzen hinweg an, dann besteht die Gefahr, dass Beschäftigte ihre Arbeitsaufgaben nicht mehr im erforderlichen Umfang oder in der erforderlichen Qualität erfüllen können.

Über sehr hohen Arbeitsdruck berichten Arbeitnehmer/-innen immer häufiger. Verursacht wird er oft durch eine zu geringe Personaldecke, Personalausfall, akuten Mehraufwand aufgrund von Auftragsschwankungen oder hohe Produktivitäts- und Kostensenkungsvorgaben.

In der Regel werden bei einem nicht mehr zu bewältigenden Arbeitspensum weniger relevante Tätigkeiten – Verwaltungsaufgaben, Dokumentation etc. – auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Oder es wird per Arbeitszeitkonto die tägliche oder wöchentliche Arbeitszeit ausgedehnt und später ausgeglichen. Reicht das nicht mehr aus, dann führt andauernde Überlastung zu Qualitätsmängeln, Fehlern, Rückständen, Verstößen gegen Anweisungen oder zur Nichterfüllung der Aufgaben. Auch die Gesundheit gerät in Gefahr.

Hier müssen Beschäftigte rechtszeitig handeln und ihren Vorgesetzten informieren, bevor Mängel eintreten. Wenn sich allerdings daraufhin nichts ändert, sich über das Arbeitspensum nicht verhandeln läßt, es nicht reduziert wird und negative Folgen für den Betrieb und die Kunden vorhersehbar sind?

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