Siesta - besser als ihr Ruf

Wann der Mittagsschlaf hilft

Wer regelmäßig Mittagsschlaf hält, tut etwas für seine Gesundheit, indem er das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall senkt. Das zeigen Ärzte aus Lausanne im Fachmagazin Heart. Darüber berichtete die Süddeutsche Zeitung.

Das Team um Nadine Häusler hatte mehr als 3400 erwachsene Schweizer untersucht und dabei festgestellt, dass bei Menschen, die ein- bis zweimal pro Woche Mittagsschlaf halten, das Risiko für Infarkt und Schlaganfall um fast die Hälfte gegenüber jenen vermindert war, die sich mittags niemals hinlegten. Wer sich hingegen täglich zur Siestazeit ausruhte, hatte nahezu ein ähnlich hohes Risiko wie jene, die am Nachmittag keine Pause einlegten.

Die Forscher vermuten, dass der gelegentliche Mittagsschlaf wohl deshalb gesund ist, weil er "als physiologische Kompensation nach zu wenig Schlaf den Stresspegel senkt und so zu einem verminderten Herzkreislaufrisiko beiträgt". Ist hingegen täglich ein Mittagsschlaf notwendig, "könnte das die Folge einer schlechteren Schlafqualität auf Grund einer chronischen Erkrankung sein", weswegen die Forscher in diesen Fällen ein höheres Risiko für Infarkt und Schlaganfall beobachtet haben.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Die Studie ist hier nachzulesen.