Homeoffice reduziert Stress

Entlastung, aber auch Risiken

Die Studie der Dak, für die sie mit Forschungsinstituten kooperiert, hat den Vorteil, dass sie einen Vorher-Nachher-Vergleich anstellen kann. Die erste Befragung wurde zwischen Dezember und Januar durchgeführt. Während der Corona-Krise wiederholte die Krankenkasse die Studie von April bis Mai. Beide Male wurden jeweils 7.000 Beschäftigte befragt.

Das Fazit: Die Corona-Krise hat bei über 50 Prozent der Betriebe zu einer sprunghaften Zunahme von digitalen und mobilen Arbeitsformen (Homeoffice, Telearbeit, Videokonferenzen) geführt.
Viele Betriebe –auch solche, die bis dahin nicht zu den „Vorreitern“ im Bereich digitaler Arbeitsformen gehörten –haben kurzfristig die entsprechenden technischen und organisatorischen Voraussetzungen geschaffen.
Die Befragung der Beschäftigten zeigt, dass es dabei meist nicht zu größeren Problemen gekommen ist. Die Krise hat somit gezeigt, dass Deutschland im Bedarfsfall zu einer raschen und erfolgreichen Anpassung im Bereich digitaler Arbeitsformen in der Lage ist.
Deutlich wird jedoch auch, dass ein Teil der Beschäftigten auch Nachteile sieht, weil z.B. die Kontaktmöglichkeiten zu Kolleg*innen und Vorgesetzten erschwert, Arbeitsmaterialien nicht greifbar oder zu viele Ablenkungen vorhanden sind.
Viele Beschäftigte –bei den Befragten, die in der Corona-Krise regelmäßig im Homeoffice gearbeitet haben, sind es zwischen 49 und 54 Prozent –sind sich sicher, dass sie auch nach der Krise weiter die Möglichkeit haben wollen, zumindest einen Teil der Arbeitszeit im Homeoffice zu arbeiten.
Entscheidend für den Wunsch nach Fortsetzung des Homeoffice sind die erlebten Vorteile in Bezug auf die eigene Arbeitsproduktivität und die Work-Life-Balance (z.B. Vereinbarkeit von Beruf und Familie).