Homeoffice/mobile Arbeit

Projekte, Studien, Praxiswissen

Wie werden betriebliche Vereinbarungen zu Homeoffice gelebt? Welche Faktoren wirken hemmend bzw. fördernd bezüglich guter Praxis? Welche Rolle spielen die betriebliche Führungs- und Partizipationskultur?

Hier geht es um den dritten Workshop des Projekts „orts- und zeitflexibles Arbeiten in der betrieblichen Praxis“. Betriebliche Praktiker und WissenschaftlerInnen diskutierten auf der Online-Veranstaltung unter anderem die Frage, welche hemmenden oder förderlichen Faktoren ge- bzw. misslingende Gestaltung von mobilem Arbeiten erklären können. Das Homeoffice ist vor allem seit der COVID-19 Pandemie weit verbreitet, um die Arbeit aufrechtzuerhalten. Viele Betriebe haben bereits (mehr oder weniger) feste Vereinbarungen zum orts- und zeitflexiblen Arbeiten oder streben diese an.

Andere Beiträge auf dem Mitbestimmungsportal der Hans-Böckler-Stiftung beschäftigen sich mit mobiler Arbeit im Außendienst, auf Geschäftsreise oder an wechselnden Unternehmens­standorten. Die repräsentative Befragung mit dem DGB-Index Gute Arbeit 2020 zeigt die Verbreitung verschiedener Formen mobiler Arbeit auf – und die Bedingungen, unter denen sie geleistet wird. Rund 6.300 abhängig Beschäftigte wurden in der repräsentativen Befragung zwischen Januar und Mai 2020 danach gefragt, ob sie ihre Arbeit an wechselnden Orten ausüben. Während 64 Prozent ausschließlich an einem festen betrieblichen Arbeitsplatz tätig sind, arbeiten 36 Prozent auch mobil. 

Gefragt wurde nach verschiedenen Formen mobiler Arbeit. Am weitesten verbreitet ist die Arbeit bei Kund*innen, Patient*innen oder Klient*innen, gefolgt von Dienst- bzw. Geschäftsreisen und der Arbeit im Homeoffice (Abb. 1). Dabei ist zu beachten, dass die Zahlen die Situation vor Zuspitzung der Corona-Pandemie widerspiegeln.

Und es geht um die Frage, ob Beschäftigte im Homeoffice ausspioniert werden. In dem Maße, wie die COVID-19-Pandemie von mehr Menschen erfordert, zu Hause zu arbeiten, setzen Arbeitgeber zunehmend digitale Überwachungstechnologien ein, um ihre Kontrolle zu verschärfen und die Produktivität zu erhöhen. Und zwar nicht nur in den USA – auch in Deutschland?