Fehltage wegen psychischer Krankheiten unverändert hoch

BKK-Gesundheitsreport

Die psychischen Störungen liegen laut BKK-Gesundheitsreport als Ursache für Fehlzeiten hinter den Muskel-Skelett-Erkrankungen sowie den Atemwegserkrankungen auf dem dritten Platz.

Der Anteil Betroffener mit einer psychischen Erkrankung in Deutschland ist in der letzten Dekade nahezu unverändert geblieben: Etwa 30% der Gesamtbevölkerung erkrankt laut Robert Koch-Institut mindestens einmal im Leben an einer psychischen Störung. Der Anstieg bei den  Krankentagen sowie auch in anderen Leistungsbereichen kommt vor allem durch eine schnellere und bessere Diagnostik und Therapie, die häufiger als früher Betroffene erkennt und behandelt, zustande, heißt es in der Pressemitteilung der BKK.

Wie stark Beschäftige von Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen betroffen sind, hängt in hohem Maße von der Arbeit und den damit verbundenen Arbeitsbedingungen ab. Vor allem solche Berufe, die sich bei der Arbeit hauptsächlich mit anderen Menschen beschäftigten (z. B. Gesundheits- und Erziehungsberufe sowie Sicherheitsberufe) und zusätzlich ein hohes Maß an psychosozialem Stress beinhalten, weisen überdurchschnittlich viele Fehlzeiten auf. Wenig überraschend sind es die Beschäftigten in der Altenpflege, die mit durchschnittlich 5,8 Krankentagen wegen psychischer Störungen an der Spitze aller Berufsgruppen zu finden sind. Im Vergleich zum Durchschnitt ist der Wert in der Altenpflege somit mehr als doppelt so hoch.

Quelle: BKK