Ergonomische Standards im Homeoffice

Tipps für Mindestausstattungen

In der Regel stellt der Arbeitgeber den Beschäftigten für das Arbeiten von Zuhause die IT-technischen Arbeitsmittel zur Verfügung. Wichtige Empfehlungen zur Einrichtung eines mobilen Bildschirmarbeitsplatzes gibt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV): „Arbeiten im Homeoffice – nicht nur in der Zeit der SARS-CoV-2-Epidemie“ (PDF).

Danach kann durch das Verwenden eines Notebooks mit Tastatur und Touchpad die ergonomische Situation im Homeoffice bereits verbessert werden. Der Einsatz einer separaten Tastatur und Maus verbessert nochmals das ergonomische Arbeiten mit dem Notebook. Idealweiser verfügen Beschäftigte über eine separate Tastatur, Maus und Bildschirm. Mit einem geeigneten Schreibtisch, einem Büroarbeitsstuhl und einer ergonomischen Anordnung der Arbeitsmittel auf der Tischplatte kann eine gute Arbeitsplatzsituation im Homeoffice geschaffen werden.

Für die Gestaltung und Einrichtung eines mobilen Bildschirmarbeitsplatzes im Homeoffice orientiert sich die DGUV an der Informationsschrift „Mobiles Arbeiten in Hotels“. Danach werden die Arbeitsplätze je nach Arbeitsaufgabe und Dauer der Tätigkeit in die drei Kategorien „Minimal", „Funktional" und ,,Optimal" eingeteilt, die sich unter anderem anhand der Arbeitsfläche des Schreibtischs und des Arbeitsstuhls unterscheiden.

Die dort beschriebenen Rahmenbedingungen können auch beim Einrichten von mobilen Arbeitsplätzen im privaten beziehungsweise häuslichen Umfeld herangezogen werden. Dabei sind auch beliebige Kombinationen der verschiedenen ergonomischen Empfehlungen möglich. So ist ein Büroarbeitsstuhl vor einer minimalen Tischplatte sicher ergonomisch günstiger als nur der Esszimmerstuhl oder Besucherstuhl. Und auch eine große Tischplatte eines optimalen Schreibtisches ist ergonomisch günstiger als eine Tischplatte der Kategorie „Funktional“, selbst wenn der Tisch nicht höhenverstellbar ist.

Für sporadisches, nur vereinzelt auch arbeitstägliches Arbeiten empfiehlt die DGUV eine Mindestausstattung mit Möbeln entsprechend der Kategorie „Minimal“:

  • Arbeitsfläche des Schreibtisches: 800 x 600 mm, nicht höhenverstellbar, Höhe 740 ± 20 mm
  • Beinraumbreite: mindestens 600 mm
  • Beinraumtiefe: 600 mm
  • Arbeitsstuhl: Konferenzstuhl
  • Freie Bewegungsfläche am Arbeitsplatz: 800 x 800 mm

Eine Mindestausstattung mit Möbeln entsprechend der Kategorie „Funktional“ ist auch für ein mehrtägiges Arbeiten geeignet:

  • Arbeitsfläche des Schreibtisches: 1200 x 800, nicht höhenverstellbar, Höhe 740 ± 20 mm
  • Beinraumbreite: mindestens 850 mm
  • Beinraumtiefe: 800 mm
  • Arbeitsstuhl: Konferenzstuhl
  • Freie Bewegungsfläche am Arbeitsplatz: 1200 x 800 mm

Arbeitsplätze, die nach der Kategorie „Optimal“ ausgestattet sind, sind als gut eingerichteter Bildschirmarbeitsplatz anerkannt und somit, so die DGUV, auch uneingeschränkt als Telearbeitsplatz nutzbar.

  • Arbeitsfläche des Schreibtisches: 1600 x 800 mm höhenverstellbar
  • Beinraumbreite: mindestens 850 mm, empfohlen 1200 mm
  • Beinraumtiefe: 800 mm
  • Arbeitsstuhl: Bürodrehstuhl mit entsprechenden Rollen
  • Freie Bewegungsfläche am Arbeitsplatz: 1600 x 1000

 

 

Quelle: IG Metall