Entgelttransparenz-Gesetz: Kaum einer macht mit

Nur etwas mehr als jedes 10. Unternehmen

Seit Juli 2017 ist das Entgelttransparenzgesetz in Kraft. Der Report des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung untersucht auf Basis der WSI-Betriebsrätebefragung 2018, ob sich Arbeitgeber um die Umsetzung des Gesetzes bemüht und sich Beschäftigte um Auskunft über Vergleichsentgelte an den Betriebsrat gewandt haben. Des Weiteren wurde untersucht, ob betriebliche Entgeltstrukturen auf Geschlechterbenachteiligung hin analysiert worden sind. Darüber hinaus werden Einschätzungen und Aktivitäten von Betriebsräten zur Förderung der Entgeltgleichheit dargestellt. Die Befragungsergebnisse zeigen, dass das Gesetz in der Mehrheit der Betriebe mit Betriebsrat keine spürbaren Effekte gezeigt hat. In 12 Prozent dieser Betriebe hat sich der Arbeitgeber um die Umsetzung des Gesetzes bemüht. In mittelgroßen (zwischen 201 und 500 Beschäftigten) und in großen Betrieben (ab 501 Beschäftigten) können sich Beschäftigte mit ihrem Auskunftsanspruch an den Betriebsrat wenden, doch nur in 13 bzw. 23 Prozent der Betriebe ist dies geschehen.

Quelle: WSI.

Der komplette Report kann heruntergeladen werden.