Broschüre: Formen der Präventionskultur

Der Fehlervermeider ist am häufigsten

Nicht nur die Betriebsleitung, sondern auch Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärzte und die Arbeitnehmervertretung prägen die innerbetriebliche Einschätzung zur Beherrschbarkeit von Gefahren, die Vorstellung davon, was die wirklich relevanten Gefährdungen sind und wie die „richtigen“ Strategien aussehen, ihnen zu begegnen. Bei der Bildung dieser und weiterer betriebsintern gültiger Orientierungen spielen implizites handlungsleitendes Wissen, Werte, Normen und Grundannahmen der Fach- und Führungskräfte die entscheidende Rolle.

Das BAuA-Forschungsprojekt arbeitete aus 50 qualitativen (Gruppen)-Interviews mit betrieblichen Arbeitsschutz-Verantwortlichen (Inhaber, Führungskräfte)und -Zuständigen (Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärzte und Betriebsräte) fünf typische Orientierungsmuster heraus, die als Formen von Präventionskultur beschrieben wurden. Ergebnis dieser Abschätzung war, dass der Typus „die Fehlervermeider“ in der Stichprobe mit 30 Prozent am häufigsten vorkam, gefolgt vom Typus „die Do-it-yourselfer“ mit rund 21 Prozent. Die drei weiteren Typen, d. h. „die Techniker“, „die Systematiker“ und „die Standardsetzer“ machten jeweils zwischen 16 und 17 Prozent der Stichprobe aus.

Die Broschüre "Formen von Präventionskultur in deutschen Betrieben" kann bei der BAuA kostenlos heruntergeladen werden.

Quelle: BAuA