Prozess zur Entwick­lung gebrauchs­taug­li­cher Be­nutzungs­schnitt­stellen – Beispiel

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Gesetze & Normen

Gesetze und Verordnungen

Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV): Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit an Bildschirmgeräten; Anhang über an Bildschirmarbeitsplätze zu stellende Anforderungen (wurde seit Dezember 2016 durch die Arbeitsstättenverordnung Anhang 6 ersetzt)

Berufsgenossenschaftliche Information BGI 650/DGUV-I650: Bildschirm- und Büroarbeitsplätze. Leitfaden für die Gestaltung. Verwaltungs-Berufsgenossenschaft 2007, Bundesverband der Unfallkassen

DGUV Information 215-450 Softwareergonomie

Normen

DIN EN ISO 9241-110:2008 Ergonomie der Mensch-System-Interaktion - Teil 110: Grundsätze der Dialoggestaltung

ISO 9241-11:2016 (Entwurf) Ergonomie der Mensch-System-Interaktion - Teil 11 Gebrauchstauglichkeit: Begriffe und Konzepte

DIN EN ISO 9241-112:2015 Ergonomie der Mensch-System-Interaktion - Teil 112: Grundsätze der Informationsdarstellung

DIN EN ISO 9241-210:2010 Ergonomie der Mensch-System-Interaktion - Teil 210: Prozess zur Gestaltung gebrauchstauglicher interaktiver Systeme

DIN EN ISO 10075:2015 Ergonomische Grundlagen bezüglich psychischer Arbeitsbelastung - Teil 1: Allgemeine Konzepte und Begriffe

Literatur

Literatur

Lothar Bräutigam und Wolfgang Schneider: Projektleitfaden Software-Ergonomie. Band 43 der Hessen-Media-Reihe, 2003; im Auftrag der Hessen-Agentur bzw. des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung.

Handlungshilfen für Benutzer

Worauf sollten Benutzer bei der detaillierten Umsetzung eines zyklischen Gestaltungsprozesses achten?

Ein wesentlicher Grundsatz beim Prototyping bzw. beim Gestaltungsprozess ist die Einbeziehung des Benutzers. Sie sollten deswegen darauf achten, dass sie an möglichst vielen Entwicklungsschritten einer Software beteiligt und ergonomisch methodisch eingebunden werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Benutzungsschnittstelle gebrauchstauglich ist und Ergonomie nicht dem Zufall überlassen wird.

Dies gilt übrigens auch für Benutzungsschnittstellen, die schon lange in Gebrauch sind. Auch hier sollten Verbesserungsschleifen durch den Softwarehersteller angeboten werden. Arbeitgeber sind hier verpflichtet, auf Verbesserungsmöglichkeiten im Rahmen der Releaseplanung zu achten und diese einzufordern, wenn nötig.

Benutzer sollte möglichst sorgfältig und mit einer gewissen Planung ausgewählt werden. So sollten sie repräsentativ die Anzahl möglicher Benutzer pro Aufgabe (Personas) vertreten. Indem Benutzer immer wieder die Zwischenstände der Programmentwicklung (Prototypen) testen, werden die ergonomischen Anforderungen erweitert und verfeinert, die Bedienabläufe und Dialogschritte der Aufgabe angemessen optimiert, Anforderungsdefinition weiter ausgearbeitet und verbessert. Dadurch werden Benutzerbelange optimal berücksichtigt.