Schrift

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Folgende Aspekte der Darstellung von Schrift sollten beachtet werden: Kursivschreibung, Glättung von Schriften, Serifen-Schrift, Groß- und Kleinschreibung, Zeicheneindeutigkeit, Schriftgröße, Schriftart.

Kursivschreibung

Generell gilt: Auf kursive Darstellung sollte prinzipiell verzichtet werden.

Kurven oder schräge Linien können nur schwer auf dem Bildschirm in Form von gezackten Linien bei den gängigen Schriftgrößen dargestellt werden. Es wird zwar heute in den meisten Fällen eine Glättung der Schrift durch farblich abgestufte Pixel um den Buchstaben herum durchgeführt. Trotzdem wird dadurch die Lesbarkeit nicht wesentlich verbessert, vor allem dann, wenn die Schrift kleiner ist. Für die Lesbarkeit ist es jedoch wichtig, wie viele Bildschirmpunkte (Pixel) an der Darstellung eines Buchstabens beteiligt sind.

Bild 1: Kursives K mit Serifen in Originalgröße (Times New Roman 8 pt) und vergrößert dargestellt
    Bild 2: Auch in einer größeren Schrift (d.h., mehr Bildschirmpunkte sind beteiligt) sind gezackte Linien noch sichtbar (vergrößert dargestellt)

      Im Bild 1 ist zu sehen, dass die schrägen Linien sehr gezackt sind, weil die Schrift relativ klein ist (8 pt). Auch eine Glättung würde hier wenig Abhilfe schaffen.

      Ein weiterer Grund, keine Kursivschreibung zu verwenden, ist, dass beim Eingeben von kursiven Buchstaben es häufig schwierig ist zu sehen, ob sich der Cursor (die Positionsmarke) vor oder hinter einem Komma, Punkt oder Leerzeichen befindet.

      Glättung von Schriften

      Die Glättung von Schriften dient dazu, den Eindruck von gezackten schrägen Linien auf dem Bildschirm zu vermeiden. Es soll im Gegenteil der Eindruck einer Glättung entstehen, gezackte Linien sollen kaschiert werden. Je weniger Bildschirmpunkte zur Darstellung eines Buchstabens verwendet werden, desto gezackter eine schräge Linie.

      Bild 3: Beispiele für geglättete Schriften, unten die Vergrößerung einer kleineren geglätteten Schrift

        Bei einer Vergrößerung der Schrift können die zusätzlichen Pixel in Grauabstufungen um die Buchstaben herum gut erkannt werden. Das "Problem" des Glättungseffekts: Es entsteht der Eindruck von Unschärfe. Im Prinzip macht die Schrift zwar einen geglätteten Eindruck, sieht jedoch in Bezug auf die zusätzlichen Pixel auch wieder unscharf aus. Häufig sind kleinere Buchstaben mit wenigen Pixeln so "verschmiert" oder "verpixelt", dass der gewünschte Effekt des besseren Eindrucks oder einer verbesserten Lesbarkeit nicht eintritt. Aus den genannten Gründen ist das Arbeiten mit kleinen geglätteten Schriften (mit wenigen Bildschirmpunkten dargestellt) zu vermeiden.

        Allerdings spielt die Anzahl der beteiligten Pixel eine Rolle. Smartphone-Displays z.B. besitzen eine höhere Pixeldichte, so dass das Darstellen von lesbaren Schriften im Hinblick auf Glättung oder gezackte schräge Linien kein Problem darstellt, da viele Pixel beteiligt sind.

        Eine Glättung von Bildern oder Schriften (wenn sie nicht per se vom Betriebssystem voreingestellt ist) findet auch statt, wenn z.B. Texte oder Bilder im Adobe Reader oder in Browsern mit einem anderen Zoomwert dargestellt werden als 100%. Auch veränderte Bildschirmauflösungen, die nicht dem Standard eines Bildschirms entsprechen, führen zur Glättung. Die Unterschiede sind jedoch nur dann zu sehen, wenn betriebssystemseitig die Glättung ausgeschaltet ist.

        Inhalt dieses Artikels

        1. Schrift
        2. Serifen-Schrift
        3. Zeicheneindeutigkeit