Ergonomie gegen Mausarm

Passendes Eingabemittel für die Arbeitsaufgabe

Zahlenblock wird nicht immer benötigt – und nicht immer in der gleichen Position

Aber auch die übliche Tastatur mit den vielen Zusatz- und Funktionstasten gehört damit nicht zum alten Eisen. Sie soll jedoch nur noch dort eingesetzt werden, wo man ihre Besonderheiten – z.B. den separaten Zehnerblock und einen davon getrennten Block mit Navigationstasten – in einem gemeinsamen Gehäuse wirklich braucht. (Abb. 2)

Einen Zehnerblock zusätzlich zu den Tasten mit Ziffern benutzen hauptsächlich Personen mit kaufmännischer Ausbildung zur Eingabe von Zahlen. Die hierfür beste Ausführung ist eine getrennte Einheit, die man bei Bedarf auch allein einsetzen kann. Eine Idee übrigens, die bereits gegen Ende der 1970er Jahre realisiert worden war, auch um den Zehnerblock rechts oder links an der Tastatur anschlagen zu können. Leider war es damals bei einigen wenigen Produkten von Nischenherstellern geblieben, weil der Druck der Nachfrage nicht groß genug war. Zudem waren die Kosten erheblich (Anschlüsse, getrennte Gehäuse, Verkabelung usw.). Heute sieht die Lage anders aus, da praktisch jeder Hersteller ohnehin mindestens zwei Tastaturen vorhalten muss, eine für den stationären PC und eine für Notebook-Rechner.

Da viele Arbeitsplätze ohne einen stationären PC betrieben werden, muss der Note-Book-Rechner ohnehin die Funktionen der üblichen Tastatur voll abdecken.

Abb. 2: Eingabe von Zahlenkolonnen mit getrenntem Zehnerblock. (Quelle: Ahmet Çakir)

    F-Tasten sind selten in Benutzung

    Die sog. F-Tasten, angeordnet oberhalb der Tastenreihe mit den Ziffern, sind ein Relikt aus Großrechnerzeiten. Sie erfüllen mehrere Funktionen, die einst technikbedingt erforderlich waren. Viele Tastatur-Hersteller würden die „F-Tasten“ liebend gerne loswerden, um den Raum, den sie einnehmen, für andere Zwecke nutzen zu können, so z.B. für Lautstärkeregelung, Helligkeitssteuerung des Bildschirms u.ä. Dies durfte lange Zeit nicht sein, weil das GS-Zeichen in Deutschland nicht an eine Tastatur vergeben werden konnte, wenn die F-Tasten nicht für den einst vorgesehenen Zweck reserviert waren.

    Die Kompakttastatur kann die oberste Tastenreihe enthalten. Diese dürfen aber zur Raumersparnis schmaler ausfallen. Das ist zulässig, weil sie nicht für schnelles Tippen benutzt werden. Hingegen dürfen die Schreibtasten nicht wegen Raumersparnis verkleinert werden. Deren Abstand ist für alle Tastaturen gleich, die für beidhändiges Schnellschreiben benutzt werden können.

    Inhalt dieses Artikels

    1. Ein Standard für Eingabemittel
    2. Passendes Eingabemittel für die Arbeitsaufgabe
    3. Mausarbeit mit Problemen
    4. Was bieten Mausalternativen?
    5. Fazit

    Mehr erfahren und aktiv werden