Ergonomie gegen Mausarm

Ein Standard für Eingabemittel

Historisch gewachsene Volltastatur

Die heute noch mit den meisten PCs mitgelieferte Tastatur stammt aus der mechanischen Schreibmaschine, die über ein Jahrhundert ergänzt und erweitert wurde. Ihre endgültige Form, die „Volltastatur“, entstand, als die „grafischen“ Benutzungsoberflächen noch in der Entwicklung waren. Da diese neben der Eingabe von Zeichen auch eine Bestimmung der Position auf dem Bildschirm ermöglichen bzw. erfordern, gehört zu jedem PC auch ein „Zeigegerät“, üblicherweise eine Maus.

Jedes Gerät für sich, aber auch in Kombination miteinander sorgen für ergonomische Probleme, die mit Schmerzen verbunden sein können. Diese können bei Überlastung auch chronisch werden. D.h., die Folgen werden durch eine Erholung nicht beseitigt.

Beide Geräte sind zudem nicht „barrierefrei“, d.h. Menschen mit bestimmten funktionellen Störungen an Armen und Händen, können sie nicht effizient benutzen.

ISO-Norm für alle Tastaturen und Eingabemittel

Gut zwanzig Jahre nachdem der PC und mit ihm Tastatur und Maus ihren Siegeszug auf die Büroschreibtische begonnen hatte, entstand eine Norm (DIN EN ISO 9241-410), die alle technischen Mittel und deren sinnvolle Kombinationen behandelt, mit deren Hilfe ein Mensch einem Computer etwas „mitteilen“ kann, und das möglichst ohne nutzungsbedingte Gesundheitsprobleme. Zu der Norm gehören auch Methoden zum Testen von „physikalischen Eingabemitteln“ wie z.B. die Maus oder das Tablett, die Betriebe alternativ einsetzen können.

Eine Tastatur i.S. dieser Norm ist jedes technische Hilfsmittel, das geeignet ist, Codes für Schriftzeichen einzugeben, von winzigen Plättchen auf einem Smartphone, bedienbar mit einem Stift, bis hin zur Volltastatur. Feste „Standards“ sind für diese und für die „Kompakttastatur“ beschrieben. Andere Tastaturen können diese beiden je nach Einsatzgebiet und Aufgabenstellung ersetzen. So kann für manche Aufgaben ein Zehnerblock mit einigen Funktionstasten Platz auf der Arbeitsfläche sparen und den Arbeitsablauf verbessern.

Der „Standard“ für allgemeine Aufgaben, die man mit einem PC erledigt, bleibt eine Tastatur, allerdings ist sie eine „Kompakt-Tastatur“. Diese ist in der Breite soweit reduziert, dass der Benutzer den rechten Arm nicht strecken muss, um die Maus zu bedienen. Solche Tastaturen existierten im Prinzip schon lange bei mobilen Computern wie Notebooks. Ihnen fehlte aber die Einheitlichkeit, und häufig mangelte es an ergonomischer Qualität. Die Tasten fühlten sich wie „Brei“ beim Drücken. Deswegen gelten dieselben Qualitätsmerkmale für die Tasten für alle Tastaturen. 

Das Ziel der Einführung der Kompakttastatur ist die Vermeidung einer unphysiologischen Haltung des rechten Arms und des Handgelenks bei einer gleichzeitigen Benutzung von Maus und Tastatur (Abb. 1).

      Abb. 1: Übliche Tastatur und Kompakttastatur – Lage des Arms zur Mausbedienung.

         

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