Drucker – gesund und sicher einsetzen

Laserdrucker und Multifunktionsgeräte

Laserdrucker
Bild 1: Laserdrucker
  • © .

Hohe Qualität und Geschwindigkeit

Wer hohe Ansprüche an die Druckqualität und -geschwindigkeit stellt, schafft sich in der Regel einen Laserdrucker an. Die Geräte arbeiten verhältnismäßig leise. Auch Farblaserdrucker sind erschwinglich, aber die Seitenkosten - ob mit oder ohne Farbe - sind noch deutlich höher als bei Schwarz-Weiß-Druckern. Solche Geräte sind nur sinnvoll, wenn Farbe wirklich benötigt wird. Farblaserdrucker sind lauter.

Leistungsfähige Multifunktionsgeräte für Büroteams arbeiten mit der Lasertechnologie, sie sind netzwerkfähig und bieten die Möglichkeit der personenbezogenen Ausdruckabforderung per Code-Eingabe von jedem Netzwerkdrucker (Follow-me-Funktion) und damit ausreichenden Vertrauensschutz.

Ozon

Während des Druckvorgangs entsteht technisch bedingt Ozon. Ozon ist ein Gefahrstoff und kann die Atemwege sowie die Augen reizen. Deshalb wurden in der Vergangenheit die Geräte in der Regel mit einem Ozonfilter ausgestattet (der regelmäßig ausgetauscht werden musste). Heute werden sie so konstruiert, dass nur wenig Ozon entsteht und die Ozonemissionen unterhalb der Nachweisgrenze liegen. Hersteller kennzeichnen sie dann als „ozonfrei“.

Tonerstaub

Um Gesundheitsrisiken durch Tonerstaub möglichst gering zu halten, sollten die Drucker regelmäßig von Fachpersonal gewartet und ordnungsgemäß bedient werden, Berufsgenossenschaften empfehlen jährliche Wartungen. Wenn viele Geräte in einem Betrieb vorhanden sind, sollen geschulte Mitarbeiter mit dem Wechsel der Tonerkartuschen und der Beseitigung kleiner Störungen betraut werden. Treten trotz Schutzmaßnahmen bei Beschäftigten gesundheitliche Beschwerden auf, sind die betrieblichen Arbeitsschutzexperten zu Rate zu ziehen. Dies hat jetzt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin empfohlen.

Nachrüstung mit Feinstaubfiltern

Emissionen von Druckern oder Kopiergeräten stehen aufgrund des Feinstaub- und Ultrafeinstaubanteils in Verdacht, Gesundheitsbeschwerden zu verursachen. Die Nachrüstung mit Feinstaubfiltern wird zwar teilweise empfohlen, gilt aber nicht als sinnvoll. Zu bedenken ist dabei, dass einige Hersteller die Nachrüstung mit dem Verweis auf mögliche Betriebsstörungen ablehnen, die Lüftung sei nicht mehr ausreichend, das Gerät erhitze sich. Eine Studie des Umweltbundesamts (UBA Telegramm 2/2010) hat darauf verwiesen, dass marktgängige Nachrüstungsfilter unterschiedlich wirken. Prinzipiell, so die Behörde, könnten geeignete Filtermaterialien Ultrafeinpartikel effizient zurückhalten. Entscheidend sei allerdings das Zusammenspiel von Abluftführung des Geräts mit dem Filter, ihre Wirkung sei auch vom Gerätetyp abhängig. Bei der Beschaffung von Feinstaubfiltern sollte der Hersteller zu Rate gezogen werden, manche Geräte haben sie bereits eingebaut.

Hoher Energieverbrauch

Laserdrucker haben einen hohen Energieverbrauch. Bereits im Standby-Betrieb benötigt ein durchschnittlicher Laser gleich viel Energie wie ein Computer, an dem gearbeitet wird. Im Druckbetrieb verdreifacht sich dieser Wert. Dadurch gibt der Drucker auch viel Wärme ab und heizt das Raumklima auf (wie etwa acht bis zehn Personen).

Wenn Bildschirmgeräte und Drucker die Raumtemperaturen erhöhen, sind die oberen Flächenbedarfswerte je Arbeitsplatz zu berücksichtigen, um Aufheizung zu verhindern.

Empfehlung zum Kauf und Einsatz von Laserdruckern
  • Beim Kauf eines Laserdruckers sollten die Energieverbrauchswerte der Geräte sowohl im Standby- als auch im Druckbetrieb verglichen werden. Gute Werte verspricht das Prüfsiegel „Energy Star" oder der „Blaue Engel".
  • Das Gütesiegel „Blauer Engel" mit der Richtlinie nach RAL-UZ 171 für Bürogeräte mit Druckfunktion steht für emissionsarme Geräte. Ebenso gibt es das Prüfsiegel „DGUV-Test schadstoffgeprüft“.
  • Laserdrucker, Kopierer und Multifunktionsgeräte sind in getrennten und gut belüfteten Räumen gut aufgestellt. Es sollten keine Arbeitsplätze in der Nähe eingerichtet werden.
  • Pausenräume und Küchen sind als Aufstellort für Drucker und Kopierer nicht geeignet.
  • Die Planung von Klimaanlagen muss die Zahl der Geräte berücksichtigen.
  • Auf das einfache Wechseln der Toner-Kartuschen (ohne Berührung des Toners) ist zu achten. Zu bevorzugen sind recycelbare Kartuschen - sie sind mit dem Label „Blauer Engel" im Handel verfügbar.
  • Der Einsatz zusätzlicher Feinstaubfilter für Laserdrucker sollte mit dem Hersteller abgeklärt werden. Sie müssen auch für Nanopartikel geeignet sein.
  • Es sollte emissionsarmes Papier verwendet werden, das die strengen Kriterien des Gütesiegels „Blauer Engel“ des Umweltbundesamtes (UBA) erfüllt.
  • Geschlossene Tonersysteme belasten Atemwege und Umwelt weniger als offene. Grundsätzlich sollten schadstoffarme Toner mit Prüfsiegel genutzt werden.
  • Der Tonerwechsel ist nur eingewiesenen Personen zu übertragen.
  • Eine Betriebsanweisung am Gerät macht jeden Nutzer auf den sicheren Umgang mit dem Gerät aufmerksam.