Vorsorge Augen

Arbeitsschutzaufgabe Vorsorge und Brille

Da eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung der Augen keine Leistung im Rahmen kassenärztlicher Tätigkeit darstellt, sind "Kostenträger" grundsätzlich die Arbeitgeber. Nach dem Arbeitsschutzgesetz § 3 Abs. 3 kann er die Kosten für Maßnahmen nach diesem Gesetz nicht den Beschäftigten auferlegen. Daraus folgt, dass vom Arbeitgeber folgende Kosten bei Beschäftigten an Bildschirmarbeitsplätzen zu übernehmen sind:

  • für die Erstuntersuchung einschließlich der Untersuchung des Sehvermögens durch fachkundige Personen und die folgenden Nachuntersuchungen durch den Betriebsarzt;
  • für die (bei festgestellten Auffälligkeiten notwendige) Ergänzungsuntersuchung beim Augenarzt;
  • für eine spezielle Sehhilfe am Bildschirmarbeitsplatz;
  • anteilig für die Einrichtung spezieller Arbeitsplätze beispielsweise gemeinsam mit den Versorgungsämtern bei Personen mit schwerwiegenden Gesundheitsschäden (z.B. bei stark Sehbehinderten).

Von der gesetzlichen Krankenversicherung oder der privaten Krankenversicherung werden folgende Kosten übernommen

  • für die Untersuchung durch einen niedergelassenen Augenarzt eigener Wahl (als Alternative zur Ergänzungsuntersuchung durch einen vom Betrieb beauftragten Arzt), wenn beim Siebtest eine nicht ausreichende Sehschärfe festgestellt wird und
  • für die Behandlung von Augenkrankheiten.

Vorher abklären:
In jedem Fall ist es absolut notwendig, dass sich die Beschäftigten vor etwaigen Arztbesuchen und vor dem Brillenkauf mit dem Arbeitgeber über die Kostenübernahme einigen.