Rücken, Schulter & Nacken

Typische Erschwernisse

Psychische Faktoren

Neuere arbeitsmedizinische Erkenntnisse belegen, dass psychische Belastungen für Rückenleiden mitverantwortlich sind. Stress durch Zeitdruck und hohe Arbeitsintensität spielen dabei eine große Rolle. Eine immer gleich monotone Arbeit, ohne Entscheidungsbefugnisse und Handlungsspielräume presst Körper und Geist in ein enges Korsett. Die Folge sind Muskelverspannungen, die Rückenschmerzen verursachen.

Psychosoziale Faktoren

Wenn der Rücken schmerzt, liegt das häufig auch an psychosozialen Belastungen wie Konflikten am Arbeitsplatz. Widersprüchliche Arbeitsanweisungen, mangelnde Anerkennung und Unterstützung sowie die Angst um den Verlust des Arbeitsplatzes verspannen Körper und Psyche.

Entscheidend: Zufriedenheit im Beruf

Wer mit seiner Arbeit unzufrieden ist, neigt deutlich mehr zu Rückenbeschwerden als jemand, der seinen Beruf gerne ausübt.

Gestaltungshinweise


Vorsorge

Präventive Maßnahmen wirken vor allem dann effektiv, wenn sie arbeitsorganisatorische, ergonomische und verhaltensorientierte Veränderungen miteinander verknüpfen und dabei auch das Betriebsklima berücksichtigen.

Ergonomie

Der Bildschirmarbeitsplatz muss ergonomisch gestaltet sein. Zu beachten sind deshalb die ergonomische Qualität von Bildschirm, Tastatur, Maus, Stuhl und Arbeitstisch. Auch die Beleuchtung muss stimmen. Wenn eine Sehschwäche vorliegt, sollte die Bildschirmbrille der Arbeit angepasst sein. Vor allem der Bürostuhl und der Schreibtisch müssen gut aufeinander abgestimmt sein. Ein auf Stehhöhe leicht verstellbarer Arbeitstisch ist ideal zum Arbeiten im Stehen.

Arbeitsorganisation

Durch arbeitsorganisatorische Maßnahmen können starre Arbeitsteilung und monotone verantwortungs- und entscheidungsarme Arbeitsabläufe verändert werden. Das fördert die Arbeitszufriedenheit und stärkt die Gesundheit der Beschäftigten.

Die einseitigen Belastungen durch die Bildschirmarbeit lassen sich reduzieren, wenn die Tätigkeit auf maximal 50 Prozent der täglichen Arbeitszeit begrenzt wird und ansonsten andere z.B. organisatorische Aufgaben erledigt werden, also Mischarbeit stattfindet.

Für ausreichend Pausen ist zu sorgen.

Betriebsklima   

Auch das Betriebsklima bedarf der Pflege. Dazu trägt der Abbau übermäßiger Kontrollen bei. Um sich wohlzufühlen benötigen Beschäftigte die Anerkennung durch Kollegen und Vorgesetzte. Eine Rückmeldung zum Arbeitsergebnis, transparente Entscheidungsprozesse und eine entsprechende betriebliche Informationspolitik befruchten das Betriebsklima positiv. Auch Mobbing lässt sich vorbeugen.

Inhalt dieses Artikels

  1. Vorsorgemaßnahmen
  2. Belastungen und Beschwerden
  3. Typische Erschwernisse