Großraumbüros

Vorteile

Vorteile des Großraumbüros

  • große Flexibilität bei der Organisation der Arbeit,
  • die Förderung des Kommunikationsflusses,
  • bessere Zusammenarbeit,
  • Flächenwirtschaftlichkeit und
  • flexible Nutzungsmöglichkeiten.

Die Kommunikation verbessert sich, wenn man sich häufiger begegnet. Das gilt allerdings vor allem für das direkte Umfeld im Radius von ca. 10 bis 15 Metern.

Während teamorientiertes Arbeiten immer wichtiger wird, erfordern die Aufgaben am Bildschirm konzentrierte Einzelarbeit. Aus diesem Spannungsverhältnis gewinnt die Büroraumgestaltung, die sich grundsätzlich an den jeweiligen Arbeitsaufgaben orientieren sollte, besondere Brisanz.

Großraumbüros haben Vorteile, wenn dort Tätigkeiten verrichtet werden, bei denen die Kommunikation und Kooperation Priorität hat. Das geht schneller und spontaner, wenn die ganze Abteilung zusammensitzt. Aufgaben mit geringem Anspruch an Ruhe und Konzentration sind gut geeignet. Flache Hierarchien und dezentrale Verantwortung lassen sich verwirklichen, wenn die Führungskräfte mit „auf der Fläche“ sitzen.

Der besondere Nachteil ist die nicht vermeidbare akustische und visuelle Unruhe. Nachteilig ist auch der hohe Aufwand für die künstliche Klimatisierung.

zu laut, zu warm, zu kalt ...

Wo viele Menschen dicht zusammen arbeiten, herrscht emsiges Treiben. Direkte Wege und schnelle Abstimmungen sind möglich. Nur haben die Telefongespräche am Nachbararbeitsplatz, Teammeetings oder die Ansprache durch Vorbeigehende auch Störungen zur Folge. Großraumbüros sind deshalb mit Nachteilen verbunden. Lärm gilt als Störfaktor Nr. 1. Meist sind Umgebungsfaktoren wie Geräusche, Klima und Beleuchtung nicht beeinflussbar oder nicht individuell zu regulieren. Schlecht geplante und/oder gewartete Belüftungs- oder Klimaanlagen haben zur Folge, dass Lufttemperatur oder Luftfeuchte nicht stimmen oder die Luftqualität stickig wird. Oder es entsteht Zugluft.

Je weiter die Arbeitsplätze im Rauminneren liegen, desto mehr sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf künstliche Beleuchtung angewiesen und Tageslicht fehlt.

Produktivität und Flächenkosten

Noch werden Großraumbüro nur bei 10 % der Unternehmen genutzt, schätzt der Fachverband bso 2011. In vielen Unternehmen fordern allerdings Zielvorgaben die Büroflächen wirtschaftlich zu optimieren. Großräume mit hochverdichteter Belegung haben sich als wenig nachhaltiges Lösungskonzept erwiesen, denn die Kosten der Ausfalltage und den Leistungsfähigkeit werden zum Bumerang, wenn die notwendigen Voraussetzungen für Büroproduktivität und Wohlbefinden missachtet werden.

Fachkräftemangel, höhere Anforderungen an die Arbeitsleistung und der demografische Wandel fordern gesundheits- und leistungsförderliche Arbeitsumgebungen. Zu bedenken ist hier auch, dass die Gebäude- und Flächenkosten nur 14-15 % der Gesamtkosten der Büroarbeit ausmachen, so der Fachverband bso. An Flächen sollte man nicht sparen und großzügig planen.

Als förderlich für eine gute "Office performance" gilt der Büro-Attraktivität-Index mit Faktoren wie Qualtiät der Möblierung, ein gutes Ambiente, großzügige Raumproportionen, frisches Raumklima, gute Beleuchtung und individuelle Einstellungsmöglichkeiten der Arbeitsumgebung. Als bedeutsam gilt auch die Möglichkeit Präsenz und Privatheit zu regulieren. Wohlbefinden ist die Grundlage für Leistung und es wird stark durch die Attraktivität des Büros bestimmt. Das ist ein Ergebnis der Office 21 Studien des Fraunhofer Instituts aus dem Jahr 2003.

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