Großraumbüros

Gestaltungsfelder

Bild 2: Layout eines Großraumbüros. Vorteile: überschaubare Größe, abgetrennte Bereiche für Technik, Besprechung und Pause, Zonierung mit Trennwänden und Pflanzen. Nachteile: Meetingbereiche nicht akustisch abgeschirmt, kein Schallschutz zwischen den Tischblöcken, Arbeitsplätze mit Blick ins Fenster bzw. mit dem Rücken zum Fenster . (Quelle: buero-Forum im bso Verband der Büro-, Sitz- und Objektmöbel e.V. , www.buero-forum.de )
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Passendes Raumkonzept

Das Raumkonzept hängt von den Arbeitsaufgaben ab, den dazu benötigen organisatorischen Abläufen und den erforderlichen Arbeitsmitteln. Bereiche für Besprechungen und Teamabstimmungen, für informelle Pausen und Drucken/Kopieren sollten von den Arbeitszonen akustisch wirksam abgetrennt werden. Das gilt auch für die Hauptverkehrswege.

Sollen konzentrierte Tätigkeiten, wie Programmierung oder Entwicklung mit Telefonie-betonten Aufgaben wie z.B. Vertrieb oder Service in einer Fläche untergebracht werden, so empfiehlt sich eine deckenhohe Trennwand, um gegenseitige Störungen zu minimieren. Hier ist grundsätzlich die Frage zu stellen, ob diese Kombination in einem Raum Vorteile bringt. Transparenz zwischen Zonen kann mit Glastrennwänden oder transluziden Materialien erreicht werden, die schallabschirmend wirken.

Die Planung muss folgende Punkte einbeziehen:

  • Tätigkeitstypen
  • Bedarf an technischen Arbeitsmitteln und Unterlagen
  • benötigte Tischflächen, Zusatztische für Besucher,Steh-Sitz-Konzept, bewegungsfördernde Elemente
  • Ablagebedarf und benötigte laufende Meter Regale
  • Druck/Kopierhäufigkeit
  • Besprechungsbedarf, Bedarf an Abstimmung
  • Mehrbedarf an Flächen für Verkehrswege, Pflanzen, Trennwände, Sichtschutz
  • Pausenraum, Kleiderablage, persönliches Fach
  • Schallschutz, Klimatisierung, Beleuchtung, elektrische Versorgung, Netzwerk
  • Verkehrsweg- und Fluchtwegführung, Bediengänge an Fenstern
  • Barrierefreiheit, Altersstruktur, Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen

Die Einbindung der Führungskräfte und der Mitarbeiter ist eine Voraussetzung für die spätere Akzeptanz und Büroproduktivität. Die Beschäftigen sollen sich später wohlfühlen und gute Leistungsbedingungen vorfinden.

Während zu Hochzeiten des Großraumbüros in den 60ziger und 70ziger Jahren der persönlich zugeordnete Arbeitsplatz unabdingbar war, ist heute mit Notebook und Handy eine flexible Nutzung von Arbeitsplätzen machbar. Nonterritoriale Konzepte mit desk-sharing erfordern besondere Überlegungen und Regelung für das Raumkonzept.

Sich gegenseitig nicht "auf die Pelle rücken"

Der gesamte Flächenbedarf hängt entscheidend vom Raumkonzept ab.

Mindestflächenstandard für Großraumbüros (ab 400 m²):

Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A1.2 "Raumabmessungen und Bewegungsflächen" fordert für das Großraumbüro wegen des erhöhten Anteils der Verkehrswege und des größeren Störpotentials pro Arbeitsplatz im Durchschnitt inklusive anteiliger Verkehrs- und Möbelflächen

12 – 15 m² pro Person.

Dieser Richtwert ist bei der Planung zu beachten.

Oftmals kommt es in Großraumbüros zu einer "Überbelegung". Dadurch fehlt zwischen benachbarten Arbeitsplätzen die notwendige räumliche und soziale Distanz. Räumlicher Abstand verringert die Störungen, ob akustisch oder visuell. Nicht nur Geräusche, auch Bewegungen am Arbeitsplatz gegenüber ebenso oder auf dem Gang lenken ab. Zu enge Belegung macht guten Lärmschutz unmöglich. Enge behindert ebenfalls die Bewegung am Arbeitsplatz.

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