Licht und Gesundheit

Licht ist nicht gleich Licht

Licht trägt entscheidend zu unserem Wohlbefinden und zu unserem Leistungsvermögen bei. Der menschliche Organismus ist auf Tageslicht eingestellt. Ob Licht diese Wirkung entfalten kann, hängt von der Helligkeit der Lichtquelle ab und von der spektralen Zusammensetzung, der Lichtfarbe. Auch die tageszeitabhängigen Veränderungen des Lichts spielen eine Rolle für die Gesundheit.

Licht wie in der Natur

Bei herkömmlicher künstlicher Beleuchtung kommt nur ein eingeschränktes Lichtspektrum zum Einsatz. Sie erzeugt primär Helligkeit. Künstliches Vollspektrum-Licht gibt dagegen die Lichtfarbe des mittäglichen Tageslichts in etwa wieder. Es berücksichtigt auch kurzwellige Ultraviolett- und Infrarot-Strahlen. Es verbessert die Konzentrationsfähigkeit und senkt Krankentage, wie eine Reihe von Studien bezeugen. LED-Leuchtmittel erzeugen kein Vollspektrum, allerdings ein wesentlich breiteres Spektrum als Leuchtstoffröhren. Vollspektrumleuchten sind deshalb für professionelle Lichtplanung nicht mehr interessant.

Bildfolge 2: Spektrum des Tageslichts (oben links), Glühlampe (oben rechts), Leuchtstofflampe (unten links) und einer weißen LED (unten rechts). (Bildquelle: Tiny Houses )

    Bildfolge 2: Spektrum des Tageslichts (oben links), Glühlampe (oben rechts), Leuchtstofflampe (unten links) und einer weißen LED (unten rechts). (Bildquelle: Tiny Houses )

      Die Lichtfarbe der Mittagshelligkeit wird von vielen als zu grell und kalt wahrgenommen. Auch die Wirkung der UV-Strahlung wird kontrovers diskutiert. Über die positive gesundheitliche Wirkung des Tageslichtspektrums gibt es allerdings keinen Zweifel. Deshalb müssen Arbeitsräume Tageslicht und eine Sichtverbindung nach außen haben. Geht das nicht, wie in Archiven oder Lagern, sollte das Leuchtmittel ein möglichst volles Farbspektrum haben.

      Sichtbares Licht sind elektromagnetische Wellen im Spektrum von 380 bis 780 Nanometer, darüber spricht man von Infrarot- und darunter von Ultraviolettstrahlung. Gemessen wird die Lichtfarbe (Farbtemperatur) in Kelvin und die Helligkeit (Beleuchtungsstärke) in Lux. An einem sonnigen Sommertag kann im Freien die Beleuchtungsstärke 100.000 Lux betragen, bei dunklen Regenwolken noch 1.000 Lux. 

      Herkömmliche Leuchtstofflampen im Büro haben normalerweise neutralweiße Lichtfarben von 4.000 Kelvin oder tageslichtweiße von 5.000 bis 6.000 Kelvin. LED-Leuchten bieten Hersteller von warmweiß (2.700 Kelvin) bis tageslichtweiß (5.000 Kelvin).

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