Nichtraucherschutz

Tabakrauch ist gesundheitsschädlich. Nichtrauchende Menschen sind am Arbeitsplatz seit 2002 vor den Gesundheitsgefahren durch Tabakrauch geschützt. Auch in Arbeitsräumen mit Publikumsverkehr wie Gaststätten sind seit Ende 2016 angepasste Schutzmaßnahmen gesetzliche Pflicht.

Für Schnellleser/innen:
Zigarettenrauch ist ein Gefahrstoff, der krebserregend, erbgutverändernd, fortpflanzungsgefährdend, fruchtschädigend und reizend auf Menschen wirkt. Passivraucher haben deshalb ein deutlich erhöhtes Risiko für Gesundheitsschäden im Vergleich zu absoluten Nichtrauchern. Erkrankungen der Atemwege, Herz-Kreislaufkrankheiten und Krebs sind möglich, Schwangere riskieren Fehl- und Frühgeburten. Seit 2002 sind nichtrauchende Arbeitnehmer/-innen gesetzlich vor dem gesundheitsschädlichen Tabakrauch geschützt. Ausnahmeregelungen gab es für Gaststätten, auch länderspezifisch. Seit Ende 2016 ist durch die Arbeitsstättenverordnung klar festgelegt, dass der Schutz der Nichtraucher mit technischen oder organisatorischen Maßnahmen auch in Arbeitsräumen mit Publikumsverkehr zu erfolgen hat. In Arbeitsstätten wird in der Regel ein Rauchverbot zum Schutz der Nichtraucher ausgesprochen, das ist der wirksamste Schutz. Den Rauchern muss allerdings Gelegenheit zum Rauchen gegeben werden, durch Raucherräume oder Plätze im Außenbereich. Technischer Nichtraucherschutz ist grundsätzlich mit stark entlüfteten geschlossenen Raucherkabinen auch in Innenräumen möglich, in denen sich Nichtraucher aufhalten. Die Berufsgenossenschaften haben sie einige Jahre lang zertifiziert, sich aber 2011 der herrschendend wissenschaftlichen Meinung angeschlossen, dass diese Kabinen keinen ausreichenden Schutz vor Passivrauchen gewähren.

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