Beleuchtung im Büro

Beleuchtungssysteme

Tageslichtlenkungssysteme

Tageslichtlenkungssysteme können den Anteil von Tageslicht insbesondere in den Räumen erhöhen, die keine ausreichende Tageslichtversorgung haben, wie in Großraumbüros. Sie funktionieren durch den Einsatz von Spiegel und Prismen, die gegebenenfalls auch beweglich sind.

Dynamische Lichtsteuerungssysteme

Dynamische Beleuchtungssysteme, die tageslichtgesteuert sind, erfassen die Anwesenheit von Beschäftigten über Sensoren, ermöglichen die Einstellung individueller Beleuchtungsniveaus und tragen auf diese Weise auch zur Energieeinsparung bei. Unterschiedliche Farbtöne und Farbintensitäten über den Tag hinweg erzeugen eine Dynamik, die dem natürlichen Tageslicht entspricht.

Komplette Bürogebäude lassen sich mit volldynamischer Beleuchtung ausstatten. Elektronisch steuert die Beleuchtungsanlage die eingestellten Lichtstimmungen, die dem biologischen Rhythmus des Menschen angepasst sind: anregende Morgenstimmung, nachmittägliche Konzentrationsphase, entspannte Haltung vor dem Feierabend. Dazu sind die Leuchten mit tageslichtweißen und warmweißen Leuchtstofflampen ausgerüstet.

Licht und Lampen

Mildes Licht

Darunter werden Leuchten mit Leuchtstoff- oder LED-Lampen verstanden, die indirekt und direkt abstrahlen und durch ihre Konstruktion aus opalen und Mikroprismen-Materialien für eine sehr homogene und gleichzeitig blendungsarme Ausleuchtung des Raums sorgen.

Bild 4: Deckenleuchte mit direkter und indirekter Abstrahlung. (Bildquelle: Zumtobel, Produkt Mildes Licht IV)

Halogenlampen

Ein sehr konzentriertes, brillantes Licht strahlen Halogenlampen ab. Sie gelten aber als Stromverschwender. In die Kritik geraten sind sie, weil sie außer Licht auch UV-Strahlung abgeben, die Augenschäden und Hautkrebs begünstigen können. Ohne eine spezielle UV-Abschirmung und ohne wirksamen Blendschutz sollten sie deshalb nicht eingesetzt werden. Für die Büroumgebung sind sie nicht zu empfehlen.

LED-Lampen

Als energiesparend und flimmerfrei gelten LED-Lichtquellen. LED heißt Licht emittierende Dioden. Die Technologie zeichnet sich durch eine lange Lebensdauer und hohe Effizienz aus. Ihr weißes und farbiges Licht entwickelt kaum Wärme und ist frei von IR- und UV-Strahlung. Zu ihren Eigenschaften gehören eine gute Farbwiedergabe und die Möglichkeit, Lichtfarben variabel einzustellen.

Bild 5: LED-Stehleuchte für das Büro. (Bildquelle: Waldmann, Produkt Sira)

Allerdings warnt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin vor den Gefahren von Stromschlägen oder Kurzschlüssen, die beim Wechsel von Leuchtstoffröhren aus LED-Röhrenlampen auftreten können. Die Experten empfehlen die Retrofit-Variante, bei der die LED-Lampe zusammen mit einem speziellen Starter verkauft wird. Diese eignet sich jedoch nicht für alle Leuchten. Zudem hat die französische Agentur für Nahrungs-, Umwelt- und Arbeitssicherheit eine Expertise zu möglichen gesundheitlichen Gefahren durch LED veröffentlicht. Demnach können der hohe Anteil an Blau im emittierten Licht sowie die sehr hohe Leuchtdichte (Helligkeit) die Netzhaut vor allem von Kindern gefährden. Man sollte nur geprüfte und zertifizierte LED-Lampen verwenden.