Beteiligung in Betrieb und Dienststelle

Für Schnellleser*innen
Die Beschäftigten an der Gestaltung ihrer Arbeitsbedingungen und am betrieblichen Arbeitsschutz aktiv zu beteiligen gehört zu den Grundprinzipien eines zeitgemäßen Arbeitsschutzrechts. Ohne Beteiligung ist ein wirksamer Arbeitsschutz auch gar nicht möglich.

Die Beschäftigten kennen ihre Arbeitsplätze und ihre Arbeitsbedingungen ganz genau. Was gut funktioniert und was schlecht ist, was sie belastet und welche Verbesserungen sie erwarten – in allen diesen Fragen sind sie Expert*innen ihrer eigenen Arbeitsbedingungen und verfügen über ein oft beachtliches Erfahrungswissen. Nur wenn sie in der betrieblichen Arbeitsschutzpraxis zu Wort kommen, wenn sie gefragt werden und wenn die Akteur*innnen des Arbeitsschutzes auf sie hören, kann es gelingen, die Arbeitsbedingungen menschengerecht zu gestalten, wie es gesetzlich gefordert ist.

Nach dem Arbeitsschutzrecht haben die Beschäftigten Mitwirkungspflichten. Der Arbeitgeber hat Rechte, sie zu beteiligen. Sie selbst haben aber nur wenige direkte Beteiligungsrechte. An keiner Stelle aber wird der Arbeitgeber verpflichtet, die Beschäftigten bei der Erfüllung seiner Aufgaben im AuG aktiv einzubeziehen, auch wenn sich das indirekt aus den Anforderungen an einen guten Arbeitsschutz schließen lässt.

Daraus folgt, dass die aktive Beteiligung der Beschäftigten an der gesundheitsgerechten Gestaltung ihrer Arbeitsbedingungen wesentlich über die Mitbestimmungsrechte der Betriebs- und Personalräte realisiert werden muss – die dazu auch viele Möglichkeiten haben.

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