Arbeitsgestaltung nach DIN EN ISO 9241-2

5. Handlungsspielraum

Die Arbeitsgestaltung sollte "einen angemessenen Handlungsspielraum hinsichtlich Reihenfolge, Arbeitstempo und Vorgehensweise für den Benutzer vorsehen." (DIN EN ISO 9241-2)

Autonome Beschäftigte sind gesünder

Ein vom Projektträger "Arbeit und Technik" beim Bundesministerium für Forschung und Technologie gefördertes Projekt "Anforderungen und Belastungen in der Arbeit und psychosoziale Gesundheit" hat Folgendes ergeben:

Als gesundheitsförderlich stellten sich solche Arbeitsplätze heraus, an denen die Beschäftigten über große Handlungsspielräume verfügen, das heißt, eigenständig Ziele setzen, Entscheidungen treffen und Planungen entwickeln können.

Gestaltungshinweise Handlungspielraum

Über Handlungsspielraum zu verfügen bedeutet, selbst entscheiden zu können über die Arbeitsweise und die zeitliche Organisation der Arbeit. Handlungsspielraum bezieht sich auf die Möglichkeit, eine Situation entsprechend der eigenen Vorstellungen zu beeinflussen: beispielsweise das Arbeitstempo je nach Tagesform zu variieren, Tätigkeiten, die eine hohe Konzentration erfordern, in störungsfreien Zeiten zu erledigen u.v.m. Das hilft, Stress zu vermeiden. Schon das Wissen um vorhandene Handlungsspielräume, macht gelassener. Dagegen wirken einengende Vorschriften oder eine starke Abhängigkeit vom technischen System als Stressoren.

Ein eingeschränkter Handlungsspielraum

  • stört das Wohlbefinden
  • schränkt die geistige Beweglichkeit ein
  •  reduziert die Persönlichkeit und fördert passives Verhalten auch in der Freizeit und im politischen Bereich

Das zeigen arbeitspsychologische Forschungsergebnisse.

Die Gestaltung der Arbeitsaufgabe sollte "ausreichende Rückmeldung über die Aufgabenerfüllung in für den Benutzer bedeutsamer Weise vorsehen." (DIN EN ISO 9241-2)

Rückmeldungen erfolgen durch die Software sowie durch Kollegen und Vorgesetzte.

Mehr erfahren und aktiv werden