Betrieblicher Gesundheitsbericht

Jährliche Fortschreibung

Kontinuierliches Berichtswesen entwickeln

Die Daten sollten regelmäßig erfasst und ausgewertet werden, um den Gesundheitsbericht z.B. jährlich fortzuschreiben. Er dient dem Arbeitskreis Gesundheit als Entscheidungsgrundlage und Basis für eine kontinuierliche Bewertung der betrieblichen Gesundheitspolitik. Im Rahmen eines langfristigen Controllings ist es auch sinnvoll die von Seiten des Unternehmens bereitgestellten Ressourcen für die betriebliche Gesundheitsförderung und die im jeweiligen Berichtsjahr erfolgten Investitionen in die Gesundheit der Beschäftigten zu berücksichtigen.

Kleinbetriebe

Als besonderen Service gerade auch für kleinere Firmen mit mindestens 20 AOK-Versicherten bietet bspw. die AOK interessierten Betrieben kostenlos Kurzinformationen über die gesundheitliche Situation ihrer Beschäftigten an. Dieses so genannten AU-Profil (Arbeitsunfähigkeitsprofil) gibt Auskunft über den Krankenstand, die Arbeitsunfähigkeitsquote, d.h. den Anteil der Beschäftigten an der Gesamtbelegschaft, die im Berichtsjahr mindestens einmal krankgeschrieben waren, sowie die Anzahl der Fehltage. Die Unternehmen erfahren auch, wie sie hinsichtlich dieser Parameter im Vergleich zur Branche, zu den übrigen Betrieben in der Region und im Bundesland abschneiden. Für größere Betriebe mit mehr als 50 AOK-Mitgliedern werden außerdem die häufigsten Krankheiten der Beschäftigten genannt. Aus Gründen des Datenschutzes ist das bei kleineren Firmen nicht möglich. Zudem kann die AOK in kleineren Betrieben das Instrument der Arbeitssituationsanalyse einsetzen. Das ist ein Gruppendiskussionsverfahren, das Belastungsfaktoren aufspürt. Auch die BKK greift bei nur wenigen Beschäftigten auf qualitative Verfahren zurück.

Darüber hinaus bieten die Innungskrankenkassen oder die Ersatzkassen wie die DAK branchenbezogene Gesundheitsberichte an, die es kleineren Betrieben ermöglichen soll, besondere arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu erkennen.

Handlungsmöglichkeiten für Betriebsräte

Betriebs- und Personalräte sollten darauf drängen, dass für einen betrieblichen Gesundheitsbericht möglichst viele Informationsquellen genutzt werden, denn das erhöht seine Aussagekraft. Außerdem ist auf die Einhaltung des Datenschutzes zu achten.

Tags: Krankenstand, betriebliche Gesundheitsförderung, Krankenkassen, Datenschutz, Fehlzeiten, Arbeitsunfähigkeitsdaten, Gefährdungsbeurteilung, Kleinbetriebe, Betriebsrat

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