Grenzen respektieren – die Balance zwischen Arbeitszeit und Erholzeit finden

Arbeitszeit braucht Grenzen

Die regelmäßige tägliche Arbeitszeit soll nicht mehr als acht Stunden betragen. Das sagen Arbeitswissenschaftler und das fordert auch das Arbeitszeitgesetz. Viele Grenzwerte, etwa für Lärm, sind auf diese acht Stunden täglich ausgerichtet. Mit jeder Stunde, die darüber hinausgeht, steigt die Belastung und wird das Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Erholzeiten gestört. Der biologische Rhythmus kommt durcheinander, dadurch kann es zu vorzeitigen Verschleißerscheinungen des Körpers kommen. Beschäftigte, die mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten, klagen deutlich öfter über Rücken- und Kopfschmerzen, Nervosität und Schlafstörungen, psychische Erschöpfung sowie  Herz-Kreislaufprobleme als solche, die 35 und 40 Stunden arbeiten. Sie sind weniger erholungsfähig und weniger leistungsfähig. Mit jeder Überstunde steigt auch das Herzinfarkt- und Unfallrisiko.

Deshalb braucht Arbeitszeit Grenzen.

  • Täglich acht Stunden sind genug. 
  • 40 Stunden pro Woche sollten nicht überschritten werden. 
  • Überstunden sollten begrenzt werden und nicht gratis sein. Doch nur die Umwandlung in Freizeit sichert Erholung. 
  • Rufbereitschaften in der Nacht oder am Wochenende dürfen nicht zum Dauerzustand werden.  
  • Mit zunehmendem Alter steigt das Bedürfnis nach kürzeren Arbeitszeiten. Auch Nachtschichten sind dann nicht mehr zu empfehlen. 
  • Das Wochenende ist wichtig, um sich zu regenerieren, Stress abzubauen, mit Freunden und Familie zusammen zu sein. Das geht nur mit ausreichend freien Wochenenden.