Telearbeit

Von Telearbeit sprechen wir dann, wenn Beschäftigte regelmäßig oder ständig zu Hause arbeiten. Und zwar an einem vom Arbeitgeber dafür eingerichteten kompletten Büro- und Bildschirmarbeitsplatz. In der Praxis kommt das eher selten vor.

Für Schnellleser*innen
Telearbeit ist erst mit den modernen Informations- und Kommunikationstechnologien entstanden. Die Arbeitsstättenverordnung definiert sie als eine Form der Arbeit, bei der Beschäftigte alternierend oder ausschließlich außerhalb des Betriebs oder der Dienststelle, zumeist also zu Hause arbeiten. Telearbeit im rechtlichen Sinn besteht auch nur dann, wenn der Arbeitgeber in der Privatsphäre der Beschäftigten auf seine Kosten einen kompletten Büro- und Bildschirmarbeitsplatz eingerichtet hat. Die Ausgestaltung von Telearbeit unterliegt der Mitbestimmung. Sie erfordert zwingend einen Tarifvertrag oder eine Dienst- oder Betriebsvereinbarung, in der die Einhaltung aller arbeitsschutzrechtlichen Regelungen festgeschrieben ist. Die inzwischen weit verbreitete mobile Arbeit per Laptop an unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten geschieht dagegen oft ungeregelt und ist im rechtlichen Sinne keine Telearbeit. Als im Jahr 2020 mit der Corona-Pandemie und dem Lockdown das so genannte Homeoffice einen Boom erlebte, zeigte sich, dass Telearbeit eine eher seltene Ausnahme und perspektivisch auch eher ein Auslaufmodell ist.