Arbeiten mit Zielvereinbarung

Gesundheitsschutz

Gesundheitsschutz eigenverantwortlich entwickeln

Das Dilemma der Gesundheitsschützer im Betrieb ist, dass Beschäftigte in offenen ergebnisorientierten Führungsstrukturen Schutzregelungen als „störend“ und bürokratisch empfinden. Bevormundung und Belehrung sind hier fehl am Platz. Man kann Beschäftigte nicht vor sich selbst schützen, vielmehr muss eigenverantwortliches Handeln entwickelt werden. Regelmäßige Qualifizierung ist dafür eine entscheidende Voraussetzung. Dazu kann die Unterweisung genutzt werden.

Das Ziel Gesundheitsschutz

In Zielvereinbarungen von Führungskräften lassen sich Ziele zur gesundheitsförderlichen Arbeitsgestaltung oder zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit verankern. Voraussetzungen sind hier die regelmäßige Gefährdungsbeurteilung und die Kriterien zur humanen Arbeitsgestaltung.

Das Ziel Krankenstandssenkung z.B. in Abteilungen und die Bindung an variables Entgelt muss aus Sicht des Gesundheitsschutzes grundsätzlich vermieden werden. Wenn ein solches Ziel als Druck ohne Möglichkeiten zur Verbesserung von Arbeits- und Leistungsbedingungen auf einer Gruppe lastet, kann es zu kontraproduktiven Folgen kommen. Nicht auskurierte Erkrankungen senken langfristig die Motivation und die Leistung.

Interessenvertretungen sind gefragt

Bei der Einführung von zielorientierten Entgeltsystemen, bei der Festlegung von Zielvereinbarungssystemen als Entlohnungsgrundsatz, von Beurteilungskriterien und Zielkatalogen und der Erstellung eines Zielvereinbarungsformulars haben Interessenvertretungen Mitbestimmung nach Betriebsverfassungsgesetz. Das gilt auch wenn Zielvereinbarungen verbunden mit EDV-Systemen eingeführt werden.

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