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Arbeit im Büro gesund gestalten

Checkliste
Fragebogen ISONORM

Autor: Prof. Dr. Jochen Prümper

Nutzung des Fragebogen

Der Fragebogen steht Ihnen zur persönlichen Nutzung zur Verfügung. Sie können ihn ausdrucken und ausfüllen, oder online ausfüllen und das ausgedruckte Ergebnis weiterverwenden. Geben Sie auffällige Ergebnisse an Ihren Vorgesetzten, die Fachkraft für Arbeitssicherheit oder Ihre Interessenvertretung weiter.

Teil 1: Einleitung und Erläuterungen

Benutzerbefragung - Begrüßung
 
Hier kommt der Begrüßungstext für die Teilnehmer/-innen an Ihrer Befragung zur Software-Ergonomie.
 
Hinweise zum Fragebogen
 
Im folgenden geht es um die Beurteilung Ihrer Software am Arbeitsplatz. Beurteilungsgrundlage sind Kriterien, die jeweils kurz erläutert werden.
 
Sie sollen die Bewertung aufgrund Ihrer individuellen Erfahrung mit der Software vornehmen. Denken Sie daran, es geht nicht um die Beurteilung Ihrer Person, sondern um Ihre ganz persönliche Beurteilung der Software mit der Sie arbeiten. Es gibt kein "richtig" oder "falsch".
 
Die Kritierien der Bewurteilung werden über Beschreibungen konkretisiert. Diese Beschreibungen sind immer in folgender Form vorgegeben und mit einer Siebener-Skala versehen. Geben Sie Ihre Bewertung der Aussage auf der Skala von --- bis +++ ab.
 
Beispiel 1:
 
Die Software... --- -- - -/+ + ++ +++   
ist schlecht
auf die der
Arbeit zuge-
schnitten.

 

 

 

 

ist gut auf die
Anforderungen der
Arbeit zuge-
schnitten.
 
Im ersten Beispiel geht es darum, wie gut bzw. wie schlecht die Software auf die Arbeitsaufgaben zugeschnitten ist. In diesem Fall wird die Software zwar als ganz gut, aber noch verbesserungsfähig beurteilt. Drei Minus bedeuten äußerst schlecht und drei Plus äußerst gut.
 
Beispiel 2:
 
Die Software... --- -- - -/+ + ++ +++   
ist langsam.

 

 

 

 

 ist schnell.
 
Im zweiten Beispiel wird die Software als ziemlich langsam beurteilt.

 
Bearbeiten Sie den Fragebogen äusserst sorgfältig und lassen Sie keine Fragen aus.
 
Die Auswertung der Daten erfolgt selbstverständlich anonym.
 
Bitte beginnen Sie jetzt mit dem Fragebogen.




Teil 2: Fragebogen

Fragebogen

 
Aufgabenangemessenheit

Unterstützt die Software die Erledigung Ihrer Arbeitsaufgaben, ohne Sie als Benutzer unnötig zu belasten?

Die Software... --- -- - -/+ + ++ +++
ist kompliziert zu bedienen.

ist unkompliziert zu bedienen.
bietet nicht alle Funktionen, um die anfallenden Aufgaben um effizient zu bewältigen.

bietet alle Funktionen, 
die anfallenden Aufgaben effizient zu bewältigen.
bietet schlechte Möglichkeiten, sich häufig wiederholende Bearbeitungsvorgänge zu automatisieren.  

bietet gute Möglichkeiten, sich häufig wiederholende Bearbeitungsvorgänge zu automatisieren.
erfordert überflüssige Eingaben. 

 erfordert keine überflüssigen Eingaben.
ist schlecht auf die Anforderungen der Arbeit zugeschnitten. 

ist gut auf die Anforderungen der Arbeit zugeschnitten.
 
Selbstbeschreibungsfähigkeit

Gibt Ihnen die Software genügend Erläuterungen und ist sie in ausreichendem Masse verständlich?

Die Software... --- -- - -/+ + ++ +++
bietet einen schlechten Überblick über ihr Funktionsangebot. 

bietet einen guten Überblick über ihr Funktionsangebot.
verwendet schlecht verständliche Begriffe, Bezeichnungen, Abkürzungen oder Symbole in Masken und Menüs.

verwendet gut verständliche Begriffe, Bezeichnungen, Abkürzungen oder Symbole in Masken und Menüs.
liefert in unzureichendem Masse Informationen darüber, welche Eingaben zulässig oder nötig sind.    

liefert in zureichendem Masse Informationen darüber, welche Eingaben zulässig oder nötig sind.
bietet auf Verlangen keine situationsspezifischen Erklärungen, die konkret weiterhelfen.    

bietet auf Verlangen situationsspezifische Erklärungen, die konkret weiterhelfen.
bietet von sich aus keine situationsspezifischen Erklärungen, die konkret weiterhelfen. 

bietet von sich aus situationsspezifische Erklärungen, die konkret weiterhelfen.
 
Steuerbarkeit

Können Sie als Benutzer die Art und Weise, wie Sie mit der Software arbeiten, beeinflussen?

Die Software... --- -- - -/+ + ++ +++
bietet keine Möglichkeit, die Arbeit an jedem Punkt zu unterbrechen und dort später ohne Verluste wieder weiterzumachen.

bietet die Möglichkeit, die Arbeit an jedem Punkt zu unterbrechen und dort später ohne Verluste wieder weiterzumachen.
erzwingt eine unnötig starre Einhaltung von Bearbeitungsschritten.    

erzwingt keine unnötig starre Einhaltung von Bearbeitungsschritten.
ermöglicht keinen leichten Wechsel zwischen einzelnen Menüs oder Masken.          

ermöglicht einen leichten Wechsel zwischen einzelnen Menüs oder Masken.
ist so gestaltet, dass der Benutzer nicht beeinflussen kann, wie und welche Informationen am Bildschirm dargeboten werden.   

ist so gestaltet, dass der Benutzer beeinflussen kann, wie und welche Informationen am Bildschirm dargeboten werden.
erzwingt unnötige Unterbrechungen der Arbeit.

erzwingt keine unnötigen Unterbrechungen der Arbeit.
 
Erwartungskonformität

Kommt die Software durch eine einheitliche und verständliche Gestaltung Ihren Erwartungen und Gewohnheiten entgegen?

Die Software... --- -- - -/+ + ++ +++
erschwert die Orientierung, durch eine uneinheitliche Gestaltung.

erleichtert die Orientierung, durch eine einheitliche Gestaltung.
lässt einen im Unklaren darüber, ob eine Eingabe erfolgreich war oder nicht.     

lässt einen nicht im Unklaren darüber, ob eine Eingabe erfolgreich war oder nicht.
informiert in unzureichendem Masse über das, was sie gerade macht.           

informiert in ausreichendem Masse über das, was sie gerade macht.
reagiert mit schwer vorhersehbaren Bearbeitungszeiten.   

reagiert mit gut vorhersehbaren Bearbeitungszeiten.
lässt sich nicht durchgehend nach einem einheitlichen Prinzip bedienen.   

lässt sich durchgehend nach einem einheitlichen Prinzip bedienen.
 
Fehlertoleranz

Bietet Ihnen die Software die Möglichkeit, trotz fehlerhafter Eingaben das beabsichtigte Arbeitsergebnis ohne oder mit geringem Korrekturaufwand zu erreichen?

Die Software... --- -- - -/+ + ++ +++
ist so gestaltet, dass kleine Fehler schwerwiegende Folgen haben können.   

ist so gestaltet, dass kleine Fehler keine schwerwiegenden Folgen haben können.
informiert zu spät über fehlerhafte Eingaben.      

informiert sofort über fehlerhafte Eingaben.
liefert schlecht verständliche Fehlermeldungen.          

liefert gut verständliche Fehlermeldungen.
erfordert bei Fehlern im grossen und ganzen einen hohen Korrekturaufwand.     

erfordert bei Fehlern im grossen und ganzen einen geringen Korrekturaufwand.
gibt keine konkreten Hinweise zur Fehlerbehebung.    

gibt konkrete Hinweise zur Fehlerbehebung.
 
Individualisierbarkeit

Können Sie als Benutzer die Software ohne grossen Aufwand auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Anforderungen anpassen?

Die Software... --- -- - -/+ + ++ +++
lässt sich von dem Benutzer schwer erweitern, wenn für ihn neue Aufgaben entstehen.   

lässt sich von dem Benutzer leicht erweitern, wenn für ihn neue Aufgaben entstehen.
lässt sich von dem Benutzer schlecht an seine persönliche, individuelle Art der Arbeitserledigung anpassen.     

lässt sich von dem Benutzer gut an seine persönliche, individuelle Art der Arbeitserledigung anpassen.
eignet sich für Anfänger und Experten nicht gleichermassen, weil der Benutzer sie nur schwer an seinen Kenntnisstand anpassen kann.          

eignet sich für Anfänger und Experten gleichermassen, weil der Benutzer sie leicht an seinen Kenntnisstand anpassen kann.
lässt sich - im Rahmen ihres Leistungsumfangs - von dem Benutzer schlecht für unterschiedliche Aufgaben passend einrichten.   

lässt sich - im Rahmen ihres Leistungsumfangs - von dem Benutzer gut für unterschiedliche Aufgaben passend einrichten.
ist so gestaltet, dass der Benutzer die Bildschirmdarstellung schlecht an seine individuellen Bedürfnisse anpassen kann.    

ist so gestaltet, dass der Benutzer die Bildschirmdarstellung gut an seine individuellen Bedürfnisse anpassen kann.
   
Lernförderlichkeit

Ist die Software so gestaltet, dass Sie sich ohne grossen Aufwand in sie einarbeiten konnten und bietet sie auch dann Unterstützung, wenn Sie neue Funktionen lernen möchten?

Die Software... --- -- - -/+

+

++ +++
erfordert viel Zeit zum Erlernen.  

erfordert wenig Zeit zum Erlernen.
ermutigt nicht dazu, auch neue Funktionen auszuprobieren.      

ermutigt dazu, auch neue Funktionen auszuprobieren.
erfordert, dass man sich viele Details merken muss.             

erfordert nicht, dass man sich viele Details merken muss.
ist so gestaltet, dass sich einmal Gelerntes schlecht einprägt.  

ist so gestaltet, dass sich einmal Gelerntes gut einprägt.
ist schlecht ohne fremde Hilfe oder Handbuch erlernbar.    

ist gut ohne fremde Hilfe oder Handbuch erlernbar.
   
Zum Schluss

Wie gut beherrschen Sie die
beurteilte Software?

--- -- - -/+ + ++ +++                      
sehr schlecht     

sehr gut   
Wie lange benutzen Sie ungefähr schon...
die beurteilte Software?                 

  Jahre

 Monate

einen Computer?    Jahre  Monate
Wie häufig benutzen Sie durchschnittlich...
die beurteilte Software?      Stunden pro Woche
den Computer?     Stunden pro Woche
Ihr Geschlecht? 

 weiblich

 männlich

Wie alt sind Sie?   Jahre
   
 

Vielen Dank für Ihre aktive Hilfe. Ihre Daten werden selbstverständlich anonym behandelt.

Das letzte Wort haben Sie:
 
 
 
 
Bitte sehen Sie den Fragebogen nochmals durch, ob Sie alle Fragen beantwortet haben!
     
 
Quelle: Fragebogen ISONORM 9241/10, von Jochen Prümper & Michael Anft, 1993.

Der Servicebereich

Rechtsquellen und Normen

Gesetze und Verordnungen
  • Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV)
    • Beurteilung der Arbeitsbedingungen § 3
    • Anhang, Nr. 20 - 22
Normen
  • DIN EN ISO 9241: Ergonomie der Mensch-System-Interaktion
    • Teil 110: Grundsätze der Dialoggestaltung

Der Fragebogen

Der Fragebogen ISONORM 9241/10 zum Download (im Word-Format)

Autor

Prof. Dr. Jochen Prümper
FHTW Berlin, Fachgebiet Wirtschaftspsychologie
Treskowallee 8, 10313  Berlin
eMail: j.pruemper@fhtw-berlin.de

Michael Richter  (für den Online-Fragebogen)
http://www.intuitive.ch/richter/

Literatur 

Zum Vertiefen:

Peter Martin, Jochen Prümper, Gerd von Harten:
Ergonomie-Prüfer zur Beurteilung von Büro- und Bildschirmarbeitsplätzen (ABETO).
Frankfurt/Main (Bund-Verlag) 2008

Prümper, J. :
Der Benutzungsfragebogen ISONORM 9241/10: Ergebnisse Zur Reliabilität und Validität
in: R. Liskowsky u.a. (Hg.): Software-Ergonomie '97, Stuttgart 1997

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Letzte Änderung: 7.8.2012

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Rechtsquellen
  • Bildschirm-
    arbeitsverordnung


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Literaturtipp
  • Martin, Prümper, von Harten: Ergonomie-Prüfer. 2008


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