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Grundwissen
Betriebliche Gesundheitsförderung - Übersicht

Autorin: Ulla Wittig-Goetz


 

 

 

 

 

 

 

Betriebliche Gesundheitsförderung ist mehr als das Obst in der Kantine und der Rückenschulkurs in der Mittagspause. Sie soll Beschäftigte unterstützen, sich gesund zu verhalten, hat aber genauso die Veränderung der Verhältnisse im Blick.


  • Möglichkeiten der Interessenvertretungen
  • Fachliche Grundlagen
  • Rechtliche Grundlagen

Für Schnellleser/innen:
Viele Unternehmen orientieren sich an den Themen zur betrieblichen Gesundheitsförderung, wie sie das Bundesgesundheitsministerium vorgeschlagen hat. Sie reichen von Ernährung, Vorsorge und Nichtrauchen über alternsgerechtes Arbeiten und Work-Life-Balance bis zu Stressbewältigung und gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung. Oft liegen die Schwerpunkte der betrieblichen Gesundheitsförderung allerdings darauf, auf ein verändertes Verhalten der Beschäftigten zu wirken. Die Veränderung der Verhältnisse, etwa mehr Personal einzustellen oder in Ergonomie zu investieren, spielt eine geringere Rolle. Wichtig ist jedoch beides. Betriebliche Gesundheitsförderung ist keine gesetzliche Pflicht, sie wird aber durch die Krankenkassen unterstützt.


Hintergrund zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Grundverständnis Salutogenese statt Pathogenese

Betriebliche Gesundheitsförderung basiert auf Forschungen zur Salutogenese. Die fragt: „Was erhält Menschen trotz vieler gesundheitsgefährdender Belastungen gesund?“ Die Bedeutung von verstehbaren, handhabbaren und sinnvoll erlebten Lebens- und Arbeitsbedingungen spielt dabei eine große Rolle, sie stärken Selbstvertrauen und Fähigkeiten der Menschen zur Bewältigung von schwierigen Anforderungen und erhalten auf diese Weise gesund.

Konzept von Aaron Antonovsky (israelisch-amerikanischer Professor der Soziologie, gilt als Vater der Salutogenese):
Als zentralen Faktor für Gesundheit sah Antonovsky den „sense of coherence SOC“ – das ‚Kohärenzgefühl’ als eine grundsätzliche globale Orientierung im Sinne eines „dynamischen wie beständigen Gefühls des Vertrauens…“ Dieses setzt sich aus drei Komponenten zusammen: Verstehbarkeit (comprehensibility), Gefühl von Bedeutsamkeit oder Sinnhaftigkeit (meaningfulness) und Handhabbarkeit (manageability). Antonovsky hat mit seinem Salutogenese-Modell den Gegensatz von Gesundheit und Krankheit überwunden. Menschen bewegen sich aktiv zwischen den Polen Krankheit und Gesundheit. Jeder Organismus ist ständig aktiv zur Herstellung von Gesundheit.


Die betriebliche Gesundheitsförderung schafft Bedingungen, um persönliche Gesundheitspotenziale zu stärken. Damit lassen sich gezielt Arbeitsbelastungen verringern und ebenso gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen und Verhaltensweisen der Beschäftigten entwickeln.

Internationales Grundverständnis und europäische Leitlinien

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in ihrer Ottawa Charta im Jahr 1987 zum ersten Mal Aussagen zur Gesundheitsförderung gemacht. Gesundheit wird dabei umfassend als körperliches, psychisches und soziales Wohlbefinden verstanden. Die Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung aus dem Jahr 1997 (siehe Handlungshilfe), der sich viele Großbetriebe angeschlossen haben, versteht darunter alle Maßnahmen von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Gesellschaft zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz, als Verknüpfung von Verbesserungen der Arbeitsbedingungen mit einer aktiven Mitarbeiterbeteiligung und Stärkung der persönlichen Kompetenzen.

Veränderte Arbeitsbedingungen und Folgen

Der tiefgreifende Wandel der Arbeitswelt hat zu einem deutlichem Anstieg der psychischen Arbeitsbelastungen geführt, ausgelöst durch Arbeitsverdichtung, Stress, ausufernde Arbeitszeiten und Angst um den Arbeitsplatz. Längst sind auch Menschen in Büros betroffen. Sie haben ein erhöhtes Risiko für arbeitsbedingte Erkrankungen, leiden an Rückenbeschwerden und psychischen Erkrankungen.

Aktivitäten der Gesundheitsförderung stehen mittlerweile an vorderster Stelle beim Gesundheitsschutz in Betrieben und wurden durch das Präventionsgesetz gestärkt. Viele Unternehmen richten ein Gesundheitsmanagement ein und benennen Gesundheitsmanager/innen. Mit dem Ziel, Krankenstände zu senken und die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten zu steigern. Als Begründungen werden oft Veränderungen bei den Belastungen, steigende Ausfalltage durch psychische Erkrankungen, die demografische Entwicklung und älter werdende Belegschaft sowie Vereinbarkeit von Beruf und Familie angesichts des Bedarfs an Fachkräften genannt. Gesundheitsförderung gilt auch als Aushängeschild großer Unternehmen.

Unternehmen haben Interesse an gesunden und motivierten Mitarbeiter/innen. Beschäftigte möchten bis zum Rentenalter fit bleiben. Eine wirksame Gesundheitsförderung liegt damit grundsätzlich in beiderseitigem Interesse. Oft wird der Schwerpunkt bei der betrieblichen Gesundheitsförderung allerdings überwiegend auf das Gesundheitsverhalten der Beschäftigten gelegt und weniger auf die Veränderung von Arbeitsbedingungen.

Eine repräsentative Erhebung im Auftrag der AOK aus dem Jahr 2013 zeigt, das 79 Prozent der Beschäftigten in Deutschland Gesundheitsförderung wichtig finden, allerdings nur ein Viertel schon einmal an Aktivitäten teilgenommen hat.

 


Bild 1: AOK - Umfrage 2013: Was tun Betriebe für den Gesundheitsschutz? (Quelle AOK)
Handlungsfelder der betrieblichen Gesundheitsförderung

Gesundheitsförderung sollte in gleicher Weise Arbeitsbelastungen und das gesundheitsbezogene Verhalten der Beschäftigten in den Blick nehmen. So findet eine Verknüpfung von verhältnis- und verhaltensorientierter Prävention statt. Oft lässt sich das nicht trennen, viele Maßnahmen umfassen beides.

Die vom Bundesgesundheitsministerium vorgeschlagenen Themen der betrieblichen Gesundheitsförderung findet man häufig in Unternehmen.

Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums

  • arbeitsbedingte körperliche Belastungen – Rückengesundheit - Bewegung
  • Ernährung und Betriebsverpflegung
  • psychosoziale Belastungen (Stress)
    • Förderung individueller Kompetenzen zur Stressbewältigung am Arbeitsplatz
    • gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung
  • rauchfrei im Betrieb
  • Suchtmittelkonsum
  • Demografischer Wandel – alternsgerechtes Arbeiten
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Work-Life-Balance
  • Vorsorgeangebote
Quelle: Bundesgesundheitsministerium: Betriebliche Gesundheitsförderung – Einstieg und erste Schritte

Verzahnung Arbeitsschutz und betrieblicher Gesundheitsförderung

Der Schwerpunkt der betrieblichen Gesundheitsförderung liegt auf der individuellen Stärkung der Beschäftigten. Das ist auch bei den Aktivitäten oft sichtbar. Es fehlen Maßnahmen zur Veränderung der Verhältnisse, sei es als Investition in Ergonomie oder in mehr Personalkapazitäten zum Abbau von Überlastungen.

 

Bild 2: Grundlegende Ansätze der Gesundheitsförderung (erstellt nach Vorlage Foliensatz AOK)

Ohne einen umfassenden Blick auf Arbeitsbedingungen und Gesundheit im Betrieb kann die betriebliche Gesundheitsförderung nicht wirken. Das Bundesarbeitsministerium nennt drei Empfehlungen: Es muss ein selbstverständlicher Bestandteil der Unternehmenskultur werden und verweist darauf, dass gesundheitsförderlich gestaltete Arbeitsbedingungen der Schlüssel zum Erfolg sind. Hinzu kommt die Eigenverantwortung der Beschäftigten für ihre Gesundheit, die es zu stärken gilt (vgl. Dr. Peter Krauss-Hoffmann, Bundesministerium für Arbeit und auf der 5. BGM-Fachtagung des Bundesverbandes BGM (BBGM) Berlin, den 31. Mai 2016.)

Eine enge Verzahnung der gesetzlich verankerten Aufgaben des Arbeits- und Gesundheitsschutzes mit der betrieblichen Gesundheitsförderung ist eine wichtige Voraussetzung, damit die Maßnahmen wirken.

Nach allen Erfahrungen gelingen gesundheitsfördernde Veränderungen umso eher, je besser alle betrieblichen Seiten zusammenarbeiten, die über Fach- und Entscheidungskompetenz verfügen. Empfehlenswert ist es, eine Steuergruppe, Arbeitskreis Gesundheit zu gründen oder in einem kleinen Betrieb die Aktivitäten über den Arbeitsschutzausschuss zu koordinieren. Akteure der betrieblichen Gesundheitsförderung im Betrieb sind neben den Personalverantwortlichen, dem Betriebsarzt, der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Betriebs- oder Personalrat auch die Schwerbehindertenvertretung.

Beispiel für Verhältnis- und Verhaltensprävention

Ein wirksames Vorgehen kann am Beispiel „Förderung der Rückengesundheit im Büro“ folgende Maßnahmen umfassen:



Nutzen nachgewiesen

Positiver return on prevention

Betriebliche Gesundheitsförderung lohnt sich, besonders dann, wenn sie mit allen anderen Aktivitäten des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Betrieb verzahnt wird. Ein kleines Budget für einige Kurse und Obst in der Kantine reichen nicht aus. Verschiedene Studien haben das Kosten-Nutzenverhältnis zwischen 1:2 bis 1:10 angegeben. Einen zentralen Einfluss auf den Nutzen hat eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur. Das hat auch eine Umfrage der AOK aus dem Jahr 2016 bestätigt: Eine gute Unternehmenskultur bedeutet weniger Krankentage und weniger gesundheitliche Beschwerden.

Steuerbefreiung möglich

Seit 2009 werden Leistungen des Arbeitgebers für qualitätsgeprüfte Maßnahmen der Prävention und betriebliche Gesundheitsförderung bis zu 500 Euro pro Beschäftigten im Jahr von der Steuer freigestellt (§3 Nr. 34 Einkommenssteuergesetz). Die Leistungen müssen im Leitfaden "Gemeinsame Handlungsfelder und Kriterien der Spitzenverbände der Krankenkassen zur Umsetzung von § 20 Abs. 1 SGB V und § 20a SGB V" aufgeführt sein. Das sind beispielsweise Maßnahmen zur Prävention von Muskel-Skeletterkrankungen wie Rückenschule, gesundheitsgerechte Gemeinschaftsverpflegung, Stresskompetenztraining, gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung oder die Förderung des Nichtrauchens.

Nutzen für beide Seiten

für das Unternehmen:

  • erhöhte Arbeitszufriedenheit und Arbeitsproduktivität
  • langfristige Senkung des Krankenstandes
  • gesteigerte Produkt- und Dienstleistungsqualität
  • verbesserte betriebliche Kommunikation und Kooperation
  • Imageaufwertung für das Unternehmen

für die Beschäftigten:

  • weniger Arbeitsbelastungen
  • verringerte gesundheitliche Beschwerden
  • gesteigertes Wohlbefinde
  • besseres Betriebsklima
  • mehr Arbeitsfreude
  • gesünderes Verhalten in Betrieb und Freizeit - mehr Gesundheitskompetenz

Gesetzliche Grundlagen und Rolle der Krankenkassen

Die betriebliche Gesundheitsförderung gehört nicht zu den explizit genannten gesetzlichen Pflichtaufgaben des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Sie ist allerdings in dem Präventionsgebot des Arbeitsschutzgesetzes zur „Verhütung arbeitsbedingter Erkrankungen“ und der Pflicht zur „menschengerechten Gestaltung der Arbeit“ enthalten.

Das Sozialgesetzbuch VII „Gesetzliche Unfallversicherung“ verpflichtet die Berufsgenossenschaften/ Unfallkassen zur Prävention arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren, Gesundheitsförderung gehört dazu. Nach Sozialgesetzbuch V „Gesetzliche Krankenversicherung“ sowie den Änderungen durch das Präventionsgesetz von 2015 haben Krankenkassen den Auftrag, an der Gesundheitsförderung in Betrieben mitzuwirken. Ihnen wird dafür ein Budget von zwei Euro pro Versicherten/Jahr zugestanden. Sie müssen dabei mit den Unfallversicherungsträgern zusammenarbeiten.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen hat sich im Bereich Arbeitswelt für die Zeit von 2013 bis 2018 drei Ziele gesetzt:
  • arbeitsweltbezogene Prävention 1: Verhütung von Muskel-Skelett-Erkrankungen
  • arbeitsweltbezogene Prävention 2: Verhütung von psychischen und Verhaltensstörungen
  • arbeitsweltbezogene Gesundheitsförderung: Stärkung der gesundheitsfördernden Potenziale der Arbeitswelt mit bedarfsgerechter, nachhaltiger und partizipativer betrieblicher Gesundheitsförderung

Krankenkassen haben entsprechend der neuen Regelungen des Präventionsgesetzes seit 2015 die Möglichkeit, durch gesonderte Verträge mit den Betriebsärzten, zusätzliche Maßnahmen der Vorsorge als Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung durch die Betriebsärzte in Betrieben anzubieten, etwa Schutzimpfungen oder Gesundheits-Checks. Diese gehen über die gesetzlichen Aufgaben der Betriebsärzte nach Arbeitssicherheitsgesetz und den Aufgaben aus der Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 2 hinaus.

Schritte und Methoden

Eine erste Problemanalyse nutzt intern und extern verfügbare Datenquellen und Erkenntnisse. Die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung können Grundlage für eine Prioritätensetzung sein, ebenso die Krankenstände oder eine Altersstrukturanalyse (siehe Handlungshilfe). Ergänzend können Mitarbeiterbefragungen im Rahmen der Ermittlung psychischer Belastungen und von Gesundheitsbeschwerden genutzt werden.

Die weiteren Schritte folgen dem Prozess, wie er auch zur Durchführung der Gefährdungsbeurteilung anzuraten ist: Nach der Ermittlung ist die Beurteilung des Handlungsbedarfs, die Suche nach Maßnahmen und ihre Umsetzung notwendig. Eine Wirksamkeitskontrolle ist notwendig.

Diese Informationen lassen sich zu einem betrieblichen Gesundheitsbericht zusammenfassen. Der zeigt die Auffälligkeiten im betrieblichen Krankheitsgeschehen und die Belastungsschwerpunkte auf und dokumentiert die dazu entwickelten Maßnahmen der Gesundheitsförderung.

Beschäftigte beteiligen

Die Mitarbeiter/innen wissen oft am besten, was sie an ihrem Arbeitsplatz krankmacht. Auch für Lösungsvorschläge, wie sich Arbeitsbelastungen reduzieren lassen, ist das Erfahrungswissen der Betroffenen unverzichtbar. Ihre Beteiligung durch Mitarbeiterbefragungen und Gesundheitszirkel trägt deshalb entscheidend zum Erfolg betrieblicher Gesundheitsförderung bei.

Mitarbeiterbefragungen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Schlafstörungen, Verdauungsprobleme, Verspannungen und vieles mehr eignen sich gut zur Problemerkundung.

Wenn gesundheitliche Probleme in bestimmten Bereichen aufgedeckt wurden, empfiehlt es sich, dort einen Gesundheitszirkel einzurichten. In diesen Gesprächskreisen finden sich betroffene Beschäftigte mit einem neutralen externen Moderator zusammen und analysieren die Arbeitsbedingungen und erarbeiten gemeinsam Lösungsvorschläge.

Gesundheitsförderung und Personalentwicklung

Die Arbeitswelt birgt nicht nur gesundheitliche Risiken, sondern auch Chancen. Geeignete Arbeitsbedingungen fördern die Gesundheitspotenziale der Mitarbeiter/innen. Eine befriedigende oder abwechslungsreiche Tätigkeit, die von den Beschäftigten relativ selbstständig gestaltet werden kann, stärkt Körper und Psyche. Ein gutes Betriebsklima, demokratischer Führungsstil, Mitbestimmung und Information, aber auch die Anerkennung von Leistung wirken sich gesundheitlich positiv aus, wie wissenschaftliche Analysen der AOK (vgl. Fehlzeitenreport 2016) nachgewiesen haben. Insofern ist betriebliche Gesundheitsförderung eng verzahnt mit Personalentwicklung und Unternehmenskultur.

Standards betrieblich regeln und Qualität sichern

Es empfiehlt sich, eine freiwillige Betriebsvereinbarung zur betrieblichen Gesundheitsförderung (siehe Handlungshilfe) abzuschließen, die Ziele, Organisation und Verantwortlichkeiten regelt. Maßnahmen der Gesundheitsförderung sind mitbestimmungspflichtig, bei Betriebsräten und Personalräten.

Qualitätskriterien für die betriebliche Gesundheitsförderung haben Krankenkassen aufgestellt (siehe Handlungshilfe). Sie werden aktuell für die Beratungsinstitutionen und Dienstleister diskutiert. Nicht jeder soll Stresskurse anbieten können, die dann von Unternehmen finanziert werden. Eine neue Norm, DIN SPEC 91020 für das Betriebliche Gesundheitsmanagement könnte darüber hinaus in Zukunft als Grundlage für Qualitätssiegel für die Aktivitäten zur betrieblichen Gesundheitsförderung eines Unternehmen dienen.

Rechtsquellen

Gesetze und Verordnungen

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
    • § 3 Grundpflichten des Arbeitgebers
  • Sozialgesetzbuch V Gesetzliche Krankenversicherung (SGB V )
    • § 20b Betriebliche Gesundheitsförderung 
    • § 20 c Prävention arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren
  • Sozialgesetzbuch VII Gesetzliche Unfallversicherung
    • 1 Prävention arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren durch die gesetzliche Unfallversicherung 
    • 14 Grundsatz Prävention und Zusammenarbeit mit der gesetzlichen Krankenversicherung
  • Präventionsgesetz (PrävG)
    • Das PräVG ist ein Artikelgesetz. Durch die einzelnen Artikel des Gesetzes werden Änderungen in den Sozialgesetzbüchern V, VI, VII, VIII, XI, dem Infektionsschutzgesetz, dem Jugendarbeitsschutzgesetz und dem Zweiten Gesetz über die Krankenversicherung der Landwirte vorgenommen.
DGUV Vorschriften, Regeln und Informationen
  • DGUV Information 200-007: Information für Betriebe und Bildungseinrichtungen zum Präventionsgesetz (PrävG) Betriebsärztliches und sicherheitstechnisches Handeln in den Betrieben
Normen

DIN SPEC 91020: Betriebliches Gesundheitsmanagement

Rechtsprechung

BVerwG vom 14.2.2013: AZ 6 PB 1.13
Mitbestimmung von Personalräten bei der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Maßnahmen des Arbeitsschutzes, welche der Mitbestimmung nach § 75 Abs. 3 Nr. 11 BPersVG unterliegen, dienen der Verhütung von Gesundheitsgefahren, die einen Bezug zur Tätigkeit der Beschäftigten in der Dienststelle haben; der Anerkennung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren steht nicht entgegen, dass diese Gefahren auch durch die persönliche Konstitution oder Situation der Beschäftigten beeinflusst werden können.

Literatur

Initiative Neue Qualität der Arbeit/Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Hrsg.):
Gesunde Mitarbeiter – gesundes Unternehmen. Eine Handlungshilfe für das betriebliche Gesundheitsmanagement
Berlin 2014

Kiesche, Eberhard:
Betriebliches Gesundheitsmanagement. Betriebs- und Dienstvereinbarungen.
hg. v. Hans-Böckler-Stiftung, Frankfurt (Bund-Verlag) 2013


Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung DGUV (Hrsg.):
"Berechnung des internationalen 'Return on Prevention' für Unternehmen: Kosten und Nutzen von Investitionen in den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz"!
DGUV Report 1/2013

BKK Bundesverband (Hrsg.) in Kooperation mit Neue Initiative Qualität der Arbeit INQA und PsyGA:
Keine Stress mit dem Stress. Lösungen und Tipps für Führungskräfte und Unternehmen. Mit vielen Arbeitshilfen und Praxisbeispielen.
Essen 2012

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Hrsg.)
Über die Schulter geschaut - Kollegiale Hilfe durch betriebliche Ergonomieberater.
Dortmund 1. Auflage 2012

Simon, Dieta; Heger, Günther; Reszies, Sabine (Hrsg.):
Praxishandbuch Betriebliche Gesundheitsförderung. Ein Leitfaden für kleine und mittlere Unternehmen.
Stuttgart (Kohlhammer Verlag) 2011

Rewe Group Gesundheitsmanagement (Hrsg.):
Gesundheitskompetenz in Unternehmen gestalten und umsetzen.
Projekt GesiMa im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit, gefördert durch BMAS und BAuA, o.J.

BKK Bundesverband (Hrsg.)in Kooperation mit INQA/PsyGa/DNBF:
Kein Stress mit dem Stress - Qualitätskriterien für das betriebliche Gesundheitsmanagement.
bestellen unter www.bkk.de oder download unter http://psyga.info oder www.inqa.de , ein Angebot der Initiative Neue Qualität der Arbeit

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Hrsg.) in Kooperation mit INQA/PsyGa/DNBF:
Kein Stress mit dem Stress. Selbsteinschätzung für das betriebliche Gesundheitsmanagement im Bereich der psychischen Gesundheit.
Berlin 2011

Barmer GEK (Hrsg.):
Gesundheitsreport 2010 Teil 2: Ergebnisse der Internetstudie zu Gesundheitskompetenz.
Wuppertal 2010

Gewerkschaft ver.di (Hrsg.):
In Zukunft gesund - Schritt für Schritt zur betrieblichen Gesundheitsförderung.
Berlin 2010, zu bestellen bei https://sozialpolitik.verdi.de

Giesert, Marianne/Geißler, Heinrich:
Zukunftsfähige Gesundheitspolitik im Betrieb. Betriebs- und Dienstvereinbarungen. Fallstudien.
Frankfurt (Bund-Verlag) 2010

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Hrsg.)
Der Betriebsarzt als Qualitätsmanager betrieblicher Gesundheitsförderung.
Dortmund 2. Auflage 2007.

Giesert, Marianne/Geißler, Heinrich:
Betriebliche Gesundheitsförderung. Analyse und Handlungsempfehlungen. Betriebs- und Dienstvereinbarungen.
Frankfurt 2003

Badura/Ducki/Schröder/Klose/Meyer (Hrsg.):
Fehlzeiten-Report 2016: Schwerpunktthema: Unternehmenskultur und Gesundheit – Herausforderungen und Chancen.
Wissenschaftliches Institut der AOK - WIDO, Berlin 2016

Initiative für Gesundheit und Arbeit (Hrsg.):
Wirksamkeit und Nutzen betrieblicher Prävention
IGA-Report 28, Berlin 2015

Becker, Karina /Brinkmann, Ulrich/ Engel, Thomas/Satzer, Rolf:
Handbuch Gesundheit & Beteiligung. Neue Instrumente für den Gesundheitsschutz in Betrieben & Behörden.
Hamburg (VSA-Verlag), 2. aktualisierte Ausgabe 2014

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Hrsg.) und Initiative Neue qualität der Arbeit (Hrsg.):
Das Individuum stärken, die betriebliche Zukunft sichern. Arbeitsbewältigungs-Coaching® als Antwort auf neue Herausforderungen.

Dortmund 2013

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Hrsg.):
Why WAI? - Der Work Ability Index im Einsatz für Arbeitsfähigkeit und Prävention. Erfahrungsberichte aus der Praxis.
Dortmund 5. Auflage 2013

Faller, Gudrun (Hrsg.):
Lehrbuch Betriebliche Gesundheitsförderung.
Bern, 2. Auflage 2012

Badura ,Bernhard / Hehlmann, Thomas:
Betriebliche Gesundheitspolitik. Der Weg zur gesunden Organisation
Berlin, Heidelberg (Springer-Verlag) 2. Auflage 2010

Büntgen, Maria:
Betriebliche Gesundheitsförderung für Männer und Frauen am Beispiel Stress.
hg. von Hans-Böckler-Stiftung, Arbeitspapier Nr. 185, Düsseldorf 2010

Brandenburg, Stephan/Endl, Hand-L./Glänzer, Edeltraut/Meyer, Petra/Mönig-Raane, Margret (Hrsg,).
Arbeit und Gesundheit geschlechtergerecht?!. Präventive Gesundheitspolitik aus der Perspektive von Männern und Frauen.
Hamburg /VSA) 2009

Giesert, Marianne (Hrsg.):
Führung und Gesundheit. Gesundheitsgipfel an der Zugspitze.
Hamburg (VSA Verlag) 2009

Kramer, Ina und Bödeker, Wolfgang
Return on Investment im Kontext der betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention. Die Berechnung des prospektiven Return on Investment: eine Analyse von ökonomischen Modellen
IGA-Report 16, hg. von IGA Initiative Gesundheit & Arbeit, Essen 2008

Sockoll, Ina/Kramer, Ina/Bödeker, Wolfgang
Wirksamkeit und Nutzen betrieblicher Prävention
hg. v. Initiative für Gesundheit und Arbeit, IGA-Report 13, Berlin 2008

Bernhard Badura/Henner Schellschmidt/ Christian Vetter (Hrsg.):
Fehlzeiten-Report 2006: Chronische Krankheiten. Betriebliche Strategien zur Gesundheitsförderung, Prävention und Wiedereingliederung
Berlin, Heidelberg (Springer-Verlag) 2006

Europäisches Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung:
Die Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung in der Europäischen Union
November 1997 (siehe Handlungshilfe)

Aaron Antonovsky:
Salutogenese. Zur Entmystifizierung der Gesundheit.
Tübingen (dgvt-Verlag) 1997

Netzwerke und Organisationen der Betrieblichen Gesundheitsförderung

Deutsches Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung DNBGF, gemeinsam getragen vom BKK-Bundesverband und vom Dachverband der Unfallvesicherungsträger DGUV www.dnbgf.de

Europäisches Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung www.enwhp.org

Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitserziehung www.hage.de

Gemeinschaftsinitiative Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) https://www.iga-info.de/, Kooperation von BKK, AOK, vdek, DGUV

Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt – psyGA
http://psyga.info, Angebot der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), Kooperationsprojekt von BKK und vielen anderen Institutionen

Verwandte Themen

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement
  • Mitarbeiterbefragungen zu Arbeitsbelastungen und Gesundheitsbeschwerden
  • Gesundheitszirkel
  • Arbeitsschutzausschuss
  • Partizipation
  • Krankenkassen
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement
  • Altersgerechte Arbeitsgestaltung – Demografie-Check
  • Mehr Gelassenheit durch Entspannungsmethoden

Handlungshilfe 1: Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung
Handlungshilfe 2: Qualitätskriterien Gesundheitsförderung
Handlungshilfe 3: Spannungs- und Entspannungstraining
Handlungshilfe 4: Checkliste "Erkennen und beurteilen altersstruktureller Probleme im Betrieb"
Handlungshilfe 5: Gymnastik im Büro – Übungen für den Arbeitsalltag
Handlungshilfe 6: Eckpunkte zu einer Betriebsvereinbarung Gesundheitsförderung „Betriebsvereinbarung Gesundheitsförderung Universitätsklinik Frankfurt“

Der Servicebereich

Rechtsquellen und Normen

Gesetze und Verordnungen
  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)

  • Sozialgesetzbuch V
    • § 20  Betriebliche Gesundheitsförderung, Primärprävention und Selbsthilfe durch die gesetzlichen Krankenkassen (SGB V § 20)
  • Sozialgesetzbuch VII
    • § 1 Prävention arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren durch die gesetzliche Unfallversicherung
    • § 14 Grundsatz Prävention und Zusammenarbeit mit der gesetzlichen Krankenversicherung   
Rechtsprechung
  • BVerwG vom 14.2.2013: AZ 6 PB 1.13
    Mitbestimmung von Personalräten bei der betrieblichen Gesundheitsförderung.

    Maßnahmen des Arbeitsschutzes, welche der Mitbestimmung nach § 75 Abs. 3 Nr. 11 BPersVG unterliegen, dienen der Verhütung von Gesundheitsgefahren, die einen Bezug zur Tätigkeit der Beschäftigten in der Dienststelle haben; der Anerkennung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren steht nicht entgegen, dass diese Gefahren auch durch die persönliche Konstitution oder Situation der Beschäftigten beeinflusst werden können.

    Maßnahmen des Arbeitsschutzes, welche der Mitbestimmung nach § 75 Abs. 3 Nr. 11 BPersVG unterliegen, dienen der Verhütung von Gesundheitsgefahren, die einen Bezug zur Tätigkeit der Beschäftigten in der Dienststelle haben; der Anerkennung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren steht nicht entgegen, dass diese Gefahren auch durch die persönliche Konstitution oder Situation der Beschäftigten beeinflusst werden können.
    Maßnahmen des Arbeitsschutzes, welche der Mitbestimmung nach § 75 Abs. 3 Nr. 11 BPersVG unterliegen, dienen der Verhütung von Gesundheitsgefahren, die einen Bezug zur Tätigkeit der Beschäftigten in der Dienststelle haben; der Anerkennung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren steht nicht entgegen, dass diese Gefahren auch durch die persönliche Konstitution oder Situation der Beschäftigten beeinflusst werden können.
    Maßnahmen des Arbeitsschutzes, welche der Mitbestimmung nach § 75 Abs. 3 Nr. 11 BPersVG unterliegen, dienen der Verhütung von Gesundheitsgefahren, die einen Bezug zur Tätigkeit der Beschäftigten in der Dienststelle haben; der Anerkennung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren steht nicht entgegen, dass diese Gefahren auch durch die persönliche Konstitution oder Situation der Beschäftigten beeinflusst werden können.

Literatur

Zum Einlesen: 

Kiesche, Eberhard:
Betriebliches Gesundheitsmanagement. Betriebs- und Dienstvereinbarungen.
hg. v. Hans-Böckler-Stiftung, Frankfurt (Bund-Verlag) 2013 
 

Simon, Dieta; Heger, Günther; Reszies, Sabine (Hrsg.):
Praxishandbuch Betriebliche Gesundheitsförderung. Ein Leitfaden für kleine und mittlere Unternehmen.
Stuttgart (Kohlhammer Verlag) 2011
 
BKK Bundesverband (Hrsg.):
Kein Stress mit dem Stress - Qualitätskriterien für das betriebliche Gesundheitsmanagement.
bestellen unter www.bkk.de oder download unter http://psyga.info oder www.inqa.de  , ein Angebot der Initiative Neue Qualität der Arbeit 
 
Gewerkschaft ver.di (Hrsg.):
In Zukunft gesund - Schritt für Schritt zur betrieblichen Gesundheitsförderung.
Berlin 2010, zu bestellen bei https://sozialpolitik.verdi.de 
 
Giesert, Marianne/Geißler, Heinrich:
Betriebliche Gesundheitsförderung. Analyse und Handlungsempfehlungen. Betriebs- und Dienstvereinbarungen.
Frankfurt (Bund-Verlag) 2003
  
Gröben, Ferdinand:
Betriebliche Gesundheitspolitik. Analyse und Handlungsempfehlungen. Betriebs- und Dienstvereinbarungen.
Frankfurt (Bund-Verlag) 2003  
 

Zum Vertiefen:  

Faller, Gudrun (Hrsg.):
Lehrbuch Betriebliche Gesundheitsförderung.
Bern, 2. Auflage 2012
 
Bernhard Badura/ Thomas Hehlmann:
Betriebliche Gesundheitspolitik. Der Weg zur gesunden Organisation,
Berlin, Heidelberg (Springer-Verlag) 2. Auflage 2010
 
Maria Büntgen:
Betriebliche Gesundheitsförderung für Männer und Frauen am Beispiel Stress.
hg. von Hans-Böckler-Stiftung, Arbeitspapier Nr. 185, Düsseldorf
2010
verfügbar als download  (1,06 MB)
 
Europäisches Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung:
Die Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung in der Europäischen Union  
November 1997, verfügbar als  download (66,5 kb)

Bücher und Broschüren zur Betrieblichen Gesundheitsförderung
 

Netzwerke und Organisationen der Betrieblichen Gesundheitsförderung

Deutsches Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung DNBGF, gemeinsamk getragen vom BKK-Bundesverband und vom Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG)  www.dnbgf.de   

Europäisches Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung  www.enwhp.org  
 
Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitserziehung www.hage.de  
 
Netzwerk mehr Gesundheit im Betrieb www.gesanet.de  
 
Gemeinschaftsinitiative Gesünder Arbeiten (Giga) Initiative vom NRW-Arbeitsministerium mit namhaften Unternehmen, Sozialpartnern, Berufsgenossenschaften und Krankenkassen  gesuender-arbeiten.de   

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Letzte Änderung: 8.11.2013

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Rechtsquellen
  • Arbeitsschutzgesetz
  • SGB V


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Literaturtipps
  • Praxishandbuch Betriebliche Gesundheitsförderung.
    Ein Leitfaden für kleine und mittlere Unternehmen.


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