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Arbeit im Büro gesund gestalten

Grundwissen
Büroraumkonzepte: Großraumbüro

Autor: Ulla Wittig-Goetz, Regine Rundnagel

Übersicht

  • Damit sind Büroräume gemeint, die mindestens über 400 m² Fläche verfügen.
  • Großdimensionierte Räumlichkeiten sollen die Teamarbeit fördern.
  • Doch es fehlt meist an Rückzugsmöglichkeiten für konzentriertes Arbeiten.
  • Im Großraumbüro lassen sich Lärm, Klima und Beleuchtung meist nicht nach individuellen Bedürfnissen regulieren.
  • Gesundheitsbeschwerden werden hier öfters berichtet.
  • Es gibt dennoch verschiedene Möglichkeiten, um die Umgebungsbelastungen zu reduzieren.

 Großraumbüros haben einen schlechten Ruf

Das Großraumbüro feierte vor einigen Jahren sein "come back" - nicht nur in Call Centern. Sein Image ist ziemlich angekratzt, weil die Belastungen für die Beschäftigten dort als besonders hoch gelten. Auch bei der Beurteilung der Produktivität und Zufriedenheit der Mitarbeiter schneiden große Räume oft schlechter ab, wie Studien des Fraunhofer Institut IAO und des Fachverbandes der Büromöbelhersteller bso herausfanden. Insbesondere Umgebungsfaktoren sind Ursachen für häufigere Gesundheitsprobleme. In kleinen Büros wird seltener darüber geklagt, das hat 2010 die repräsentative schweizerische Bürobefragung festgestellt.

Bild 1: Großraumbüro. Das Beispiel hat ergonomische Mängel. (Quelle: ver.di publik 10/2008, Foto Cordula Kropke)

Trotzdem: Gut gestaltete Großraumbüros sorgen für zufriedene Mitarbeiter. Wichtig sind schallisolierende Raumteiler, Rückzugsräume, attraktive Aufenthaltsräume und der Einbezug der Mitarbeiter bei der Planung. Das bestätigen auch Büroplaner und Immobilienexperten.

Klassische Großraumbüros haben deutlich mehr als 400 bis ein paar Tausend Quadratmeter Größe, heute werden allerdings meist kleinere und sozialere Dimensionen unter dem Stichwort offene Bürokonzepte oder open space geplant.

Teamarbeit und Kommunikation

Gruppenarbeit und flachere Hierarchien machen Büroräume notwendig, die Kommunikation und Kooperation fördern und sich an wandelnde Anforderungen wechselnder Nutzungen schnell anpassen lassen. Das Großraumbüro, sehr verbreitet in USA und in Großbritannien, verspricht

Vorteile des Großraumbüros

  • große Flexibilität bei der Organisation der Arbeit,
  • die Förderung des Kommunikationsflusses,
  • bessere Zusammenarbeit,
  • Flächenwirtschaftlichkeit und
  • flexible Nutzungsmöglichkeiten. 

Die Kommunikation verbessert sich, wenn man sich häufiger begegnet. Das gilt allerdings vor allem für das direkte Umfeld im Radius von ca. 10 bis 15 Metern.

Während teamorientiertes Arbeiten immer wichtiger wird, erfordern die Aufgaben am Bildschirm konzentrierte Einzelarbeit. Aus diesem Spannungsverhältnis gewinnt die Büroraumgestaltung, die sich grundsätzlich an den jeweiligen Arbeitsaufgaben orientieren sollte, besondere Brisanz.

Großraumbüros haben Vorteile, wenn dort Tätigkeiten verrichtet werden, bei denen die Kommunikation und Kooperation Priorität hat. Das geht schneller und spontaner, wenn die ganze Abteilung zusammensitzt. Aufgaben mit geringem Anspruch an Ruhe und Konzentration sind gut geeignet. Flache Hierarchien und dezentrale Verantwortung lassen sich verwirklichen, wenn die Führungskräfte mit „auf der Fläche“ sitzen.

Der besondere Nachteil ist die nicht vermeidbare akustische und visuelle Unruhe. Nachteilig ist auch der hohe Aufwand für die künstliche Klimatisierung.

zu laut, zu warm, zu kalt ...

Wo viele Menschen dicht zusammen arbeiten, herrscht emsiges Treiben. Direkte Wege und schnelle Abstimmungen sind möglich. Nur haben die Telefongespräche am Nachbararbeitsplatz, Teammeetings oder die Ansprache durch Vorbeigehende auch Störungen zur Folge. Großraumbüros sind deshalb mit Nachteilen verbunden. Lärm gilt als Störfaktor Nr. 1. Meist sind Umgebungsfaktoren wie Geräusche, Klima und Beleuchtung nicht beeinflussbar oder nicht individuell zu regulieren. Schlecht geplante und/oder gewartete Belüftungs- oder Klimaanlagen haben zur Folge, dass Lufttemperatur oder Luftfeuchte nicht stimmen oder die Luftqualität stickig wird. Oder es entsteht Zugluft.

Je weiter die Arbeitsplätze im Rauminneren liegen, desto mehr sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf künstliche Beleuchtung angewiesen und Tageslicht fehlt.

Produktivität und Flächenkosten

Noch werden Großraumbüro nur bei 10 % der Unternehmen genutzt, schätzt der Fachverband bso 2011. In vielen Unternehmen fordern allerdings Zielvorgaben die Büroflächen wirtschaftlich zu optimieren. Großräume mit hochverdichteter Belegung haben sich als wenig nachhaltiges Lösungskonzept erwiesen, denn die Kosten der Ausfalltage und den Leistungsfähigkeit werden zum Bumerang, wenn die notwendigen Voraussetzungen für Büroproduktivität und Wohlbefinden missachtet werden.

Fachkräftemangel, höhere Anforderungen an die Arbeitsleistung und der demografische Wandel fordern gesundheits- und leistungsförderliche Arbeitsumgebungen. Zu bedenken ist hier auch, dass die Gebäude- und Flächenkosten nur 14-15 % der Gesamtkosten der Büroarbeit ausmachen, so der Fachverband bso. An Flächen sollte man nicht sparen und großzügig planen.

Als förderlich für eine gute "Office performance" gilt der Büro-Attraktivität-Index mit Faktoren wie Qualtiät der Möblierung, ein gutes Ambiente, großzügige Raumproportionen, frisches Raumklima, gute Beleuchtung und individuelle Einstellungsmöglichkeiten der Arbeitsumgebung. Als bedeutsam gilt auch die Möglichkeit Präsenz und Privatheit zu regulieren. Wohlbefinden ist die Grundlage für Leistung und es wird stark durch die Attraktivität des Büros bestimmt. Das ist ein Ergebnis der Office 21 Studien des Fraunhofer Instituts aus dem Jahr 2003.

Gestaltungsfelder

Passendes Raumkonzept

Das Raumkonzept hängt von den Arbeitsaufgaben ab, den dazu benötigen organisatorischen Abläufen und den erforderlichen Arbeitsmitteln. Bereiche für Besprechungen und Teamabstimmungen, für informelle Pausen und Drucken/Kopieren sollten von den Arbeitszonen akustisch wirksam abgetrennt werden. Das gilt auch für die Hauptverkehrswege.

Bild 2: Layout eines Großraumbüros. Vorteile: überschaubare Größe, abgetrennte Bereiche für Technik, Besprechung und Pause, Zonierung mit Trennwänden und Pflanzen. Nachteile: Meetingbereiche nicht akustisch abgeschirmt, kein Schallschutz zwischen den Tischblöcken, Arbeitsplätze mit Blick ins Fenster bzw. mit dem Rücken zum Fenster . (Quelle: buero-Forum im bso Verband der Büro-, Sitz- und Objektmöbel e.V. , www.buero-forum.de )

Sollen konzentrierte Tätigkeiten, wie Programmierung oder Entwicklung mit Telefonie-betonten Aufgaben wie z.B. Vertrieb oder Service in einer Fläche untergebracht werden, so empfiehlt sich eine deckenhohe Trennwand, um gegenseitige Störungen zu minimieren. Hier ist grundsätzlich die Frage zu stellen, ob diese Kombination in einem Raum Vorteile bringt. Transparenz zwischen Zonen kann mit Glastrennwänden oder transluziden Materialien erreicht werden, die schallabschirmend wirken. 

Die Planung muss folgende Punkte einbeziehen:

  • Tätigkeitstypen
  • Bedarf an technischen Arbeitsmitteln und Unterlagen
  • benötigte Tischflächen, Zusatztische für Besucher, Steh-Sitz-Konzept, bewegungsfördernde Elemente
  • Ablagebedarf und benötigte laufende Meter Regale
  • Druck/Kopierhäufigkeit
  • Besprechungsbedarf, Bedarf an Abstimmung
  • Mehrbedarf an Flächen für Verkehrswege, Pflanzen, Trennwände, Sichtschutz
  • Pausenraum, Kleiderablage, persönliches Fach
  • Schallschutz, Klimatisierung, Beleuchtung, elektrische Versorgung, Netzwerk
  • Verkehrsweg- und Fluchtwegführung, Bediengänge an Fenstern
  • Barrierefreiheit, Altersstruktur, Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen

Die Einbindung der Führungskräfte und der Mitarbeiter ist eine Voraussetzung für die spätere Akzeptanz und Büroproduktivität. Die Beschäftigen sollen sich später wohlfühlen und gute Leistungsbedingungen vorfinden.

Während zu Hochzeiten des Großraumbüros in den 60ziger und 70ziger Jahren der persönlich zugeordnete Arbeitsplatz unabdingbar war, ist heute mit Notebook und Handy eine flexible Nutzung von Arbeitsplätzen machbar. Nonterritoriale Konzepte mit desk-sharing erfordern besondere Überlegungen und Regelung für das Raumkonzept.

Sich gegenseitig nicht "auf die Pelle rücken"

Der gesamte Flächenbedarf hängt entscheidend vom Raumkonzept ab.

Mindestflächenstandard für Großraumbüros (ab 400 m²):

Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A1.2 "Raumabmessungen und Bewegungsflächen" fordert für das Großraumbüro wegen des erhöhten Anteils der Verkehrswege und des größeren Störpotentials pro Arbeitsplatz im Durchschnitt inklusive anteiliger Verkehrs- und Möbelflächen

 12 – 15 m² pro Person.

Dieser Richtwert ist bei der Planung zu beachten.

Oftmals kommt es in Großraumbüros zu einer "Überbelegung". Dadurch fehlt zwischen benachbarten Arbeitsplätzen die notwendige räumliche und soziale Distanz. Räumlicher Abstand verringert die Störungen, ob akustisch oder visuell. Nicht nur Geräusche, auch Bewegungen am Arbeitsplatz gegenüber ebenso oder auf dem Gang lenken ab. Zu enge Belegung macht guten Lärmschutz unmöglich. Enge behindert ebenfalls die Bewegung am Arbeitsplatz.

Soziale Bedürfnisse achten: Individualität, Territorialität, Rückzug, Gerechtigkeit

Auch sozial gesehen wird ein gewisser Abstand zwischen den Arbeitsplätzen benötigt, er ist durch kulturelle Gewohnheiten definiert. Tisch an Tisch mit einem halben Meter Zwischenraum ohne Trennelemente sitzen zu müssen, das wird im allgemeinen von einem Mitteleuropäer als störend empfunden. Es sei denn ein hochmotiviertes Team arbeitet zusammen an einem Projekt. Für eine angemessene Privatsphäre rechnet man mit einer soziale Distanz von 1,3 bis 4 m (vgl. BGI 5050). Nebeneinander gestellt Arbeitsplätze müssen eine Mindestbreite von 1,20 m haben, so fordert es die ASR A1.2 .

Positiv wirken Zonierungen mit Trennelementen in kürzeren Abständen, der Durchblick über Großflächen von vielen Hundert Quadratmetern ist dagegen psychologisch ungünstig.

Der Rücken sollte freigehalten werden, Arbeitsplätze benötigen nach hinten eine Grenze. Wer mit dem Rücken zum Verkehrsweg oder zur Tür sitzt, empfindet das als unangenehm.

Wird die Standardisierung der Arbeitsplatzausstattung zementiert und Individualität nicht zugelassen, kann das kontraproduktiv sein. Eine gewisse individuelle Gestaltbarkeit des Arbeitsplatzes im Rahmen eines Möblierungskonzeptes trägt zur Zufriedenheit bei. Grundsätzlich sollten Abteilungen oder Teams über ihren passenden „Möblierungsstandard“ selbst entscheiden.

Rückzug oder sichtbar sein - beides sollte möglich sein, beides sind menschliche Bedürfnisse. Allerdings: Die ständige soziale Kontrolle, das arbeiten wie auf dem "Präsentierteller", der Einblick in Arbeitsergebnisse am Bildschirm durch Vorbeigehende  - all das behindert das menschliche Bedürfnis nach selbstbestimmter Regulierung von Privatheit und Öffentlichkeit. Vollkommen offene Großräume sind deshalb nicht zu empfehlen. Trennelemente bieten Sichtschutz.

Es lässt sich ein Hierarchiegefälle von der Peripherie eines großen Büroraumes nach innen feststellen. Innen ist weniger Tageslicht, keine Sichtverbindung nach außen und die Abschirmung geringer. So entstehen vom Status her ungleichwertige Arbeitsplätze. Andererseits kann außen am Fenster die Blendung unangenehmer sein oder es können beim Blick in die Tiefe Schwindelgefühle auftreten. Manche Unternehmen führen zur Stärkung des Gerechtigkeitsgefühls in gewissen Abständen die Rotation der Arbeitsplatzbelegung durch oder statten die innenliegenden Plätze zum „Ausgleich“ etwas besser aus.

Das enge Miteinander kann es notwendig machen, Regeln der gegenseitigen Rücksichtnahme und Konfliktbarbeitung zu entwickeln. Gemeinsam geht das besser.

Individuell regelbare Beleuchtung

Die Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz muss mindestens 500 Lux betragen und soll individuell je nach Tätigkeit und Alter bis 1000 oder mehr Lux regelbar sein, am besten durch eine Arbeitsplatzleuchte. Ein professionelles und ergonomisches Beleuchtungskonzept ist zu empfehlen, Sonnenschutz und Blendschutz gehören dazu. 

Behagliches Raumklima und frische Luft

Große Raumtiefen müssen künstlich belüftet werden, weil die freie Lüftung über Fenster keine ausreichende Frischluft garantieren würde. Raumlufttechnische Anlagen, die mit Klimatisierung kombiniert sein können, sollten so angeordnet, dass kalte Luftausströmungen oder Zugluft nicht gefährden. Es kommt also sehr auf die Anordnung der Luftaustritte und die Qualität der Verteilung der zugeführten Luft an. Die Reinigung der Zuluft und Umluft sowie die Befeuchtung sind zentrale Komponenten für die Luftqualität im Raum. Eine künstliche Befeuchtung in Call Centern mit Dauersprechtätigkeit beugt Stimmerkrankungen vor.

Vollklimatisierung wird heute nur noch selten gewählt. Alternativen sind in Decken verlegte Elemente zur Spitzenlastkühlung, Kühlsegel und Lüftungsanlagen mit Teilklimatisierung. Fassadenlüftungselemente können nachträglich an Fensterbrüstungen angebracht werden. Damit kann auch bei Sommerhitze die Temperatur bei maximal 26 ° C gehalten werden.

Moderne raumlufttechnische Anlagen bieten zumindest in begrenztem Maße die Möglichkeit, die Luft zonenweise zu regeln. Dies kommt dem unterschiedlichen subjektiven Empfinden zur optimalen Raumtemperatur entgegen.

Pflanzen können zur Luftqualität und zum Wohlbefinden beitragen, sie sollten allerdings professionell gepflegt werden.

Schutz vor Störungen durch Gespräche

Ohne umfangreiche akustische Maßnahmen geht es in großen Büros nicht. Es empfiehlt sich dazu eine schalldämpfende Ausführung von Decken, Wänden, Fußböden und Möbeloberflächen. Auch Akustik-Stellwände sorgen für weniger Störung und bieten Sichtschutz.

Büros mit guter akustischer Qualität haben Schalldruckpegel von 40-45 dB(A), so die gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Der Richtwert ist kaum zu verwirklichen, wenn viel gesprochen wird und Arbeitsplätze dicht und ohne akustische Abtrennungen der stehen. Getrennte Räume bzw. Zonen für ruhiges Arbeiten/Rückzugsräume und Zonen für Besprechungen können hier ein Lösungsansatz sein. 

Vorteil im Großraumbüro ist der überdeckende Effekt des erhöhten Hintergrundgeräuschpegels. Störend wirken vor allem verstehbare Gesprächsinhalte. Das wird durch das „Hintergrundrauschen“ teilweise überdeckt ("Masking-Effekt"). Vollkommen leise sollten große Räume deshalb nicht sein. Künstliches Hintergrundrauschen mit geringem Pegel (bspw. 30 dB (A)) ist ein Ansatz zur Lärmbekämpfung im Büro, der allerdings mit Beschäftigten getestet werden sollte.

Auf Ansteckungsgefahr vorbereitet sein

In dicht belegten Großräumen ist die Ansteckungsgefahr bei Erkältungskrankheiten höher als in kleinen Büros. Besonders kritisch wird es, wenn die Gefahr einer Pandemie droht. Unternehmen mit Großraumbüros sollten deshalb einen Pandemieplan ausarbeiten, um schnell reagieren zu können.

 

Cubical Office oder Bürolandschaft

Mit Raumgliederungselementen, geringerer Besiedelungsdichte und Pflanzen, lässt sich das Großraumbüro in eine Bürolandschaft mit kleinen Inseln verwandeln. Ausreichend Rückzugsräume und abgetrennte Meetingpoints ermöglichen mehr Ruhe. Mit einem guten Konzept können so die akustischen und visuellen Belastungen der Mitarbeiter verringert werden. Ein mehr an Privatsphäre ist möglich und ein mehr an Wohlbefinden - Voraussetzung für Gesundheit. 

Das Gegenstück zur Bürolandschaft ist das von US-amerikanischen Unternehmen bevorzugte Konzept des cubical office. Jeder Arbeitsplatz wird mit Stellwänden umgeben. Das mindert Störungen – je nach Stellwandhöhe – deutlich und sichert die Konzentration. Nachteilig ist hier die fehlende Offenheit und Transparenz des Raumes. Auch für die Durchlüftung kann das Konzept Nachteile bringen.

Bild 3: Das cubical office mit "Einzelzellen". (Quelle: wikipedia commons)

Kulturschock vermeiden und Standards sichern 

Rechtzeitige Einbindung und Beteiligung der Beschäftigten verringert die Akzeptanzprobleme beim Umzug vom Zellenbüro zum Großraum. Solch ein Wechsel kommt einem Kulturschock gleich.

Die betriebliche Interessenvertretung hat ein Mitbestimmungsrecht bei der Gestaltung des Büros. Sie kann die Wünsche der Beschäftigten aufnehmen und mit den Verantwortlichen über Standards der Ausgestaltung verhandeln. Eine Betriebsvereinbarung ist möglich.

 

Der Servicebereich

Rechtsquellen und Normen

Gesetze und Verordnungen
  • Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), Anhang 1.2; 1.8; 3.1
  • Technische Regeln für Arbeitsstätten: ASR A1.2 Raumabmessungen und Bewegungsflächen, ASR A2.2 Maßnahmen gegen Brände, ASR A2.3 Fluchtwege, Notausgänge, Flucht- und Rettungsplan, ASR 3.4 Beleuchtung, ASR A3.4/3 Sicherheitsbeleuchtung, ASR 3.5 Raumtemperatur, ASR A3.6 Lüftung, ASR V3a.2 barrierefrei Gestaltung von Arbeitsstätten, ASR A1.6 Fenster, ASR A1.7 Türen, ASR A1.8 Verkehrswege, ASR 4.3 Pausen- und Bereitschaftsräume, ASR A1.3 Sicherheitskennzeichnung

Berufsgenossenschaftliche Vorschriften, Regeln und Informationen
  • Berufsgenossenschaftliche Information BGI 650: Bildschirm- und Büroarbeitsplätze. Leitfaden für die Gestaltung. Verwaltungs-Berufsgenossenschaft 2012, download unter www.vbg.de
  • Berufsgenossenschaftliche Information BGI 774: Arbeitssystem Büro. Hilfen für das systematische Planen und Einrichten von Büros. Verwaltungs-Berufsgenossenschaft 
  • Berufsgenossenschaftliche Information BGI 5050: Büroraumplanung. Hilfen für das systematische Planen und Gestalten von Büros. Verwaltungs-Berufsgenossenschaft 2005  

Normen
  • DIN 4543:1999: Büroarbeitsplätze - Teil 1 Flächen für die Aufstellung und Benutzung von Büromöbeln


Literatur

Literaturmarker Zum Einlesen:  

Industriegewerkschaft Metall (Hrsg.):
Wie viel Platz muss sein?
Tipps für den Arbeitsplatz Extra Nr. 49. IG Metall Vorstand 2013, verfügbar als download   (649 kB)

Scherbaum, Manfred:
Büroraumgestaltung. Handlungshilfe.
hg. v. IG Metall Vorstand, Frankfurt 2014, bestellen bei www.igmetall.de  

Interview mit Klaus Pickshaus:
Gute Arbeit im Büro. IG-Metall-Initiative für bessere Arbeitsbedingungen.
in: Das Büro Magazin 4/2011, verfügbar als download (627 kB)

IG Metall (Hrsg.): Informationen für Beschäftigte - Themen-Flyer
Damit Sie gesund und leistungsfähig bleiben! Voraussetzung für eine gute Büroraumgestaltung. 
 download  (233 kB) oder unter www.igmetall.de

Spath, Dieter / Bauer, Wilhelm / Braun, Martin:
Gesundes und erfolgreiches Arbeiten im Büro.
Berlin (Erich Schmidt Verlag) 2011

Literaturmarker Zum Vertiefen:  

Kleinhenz, Stefan:
Der Büroarbeitsplatz. Handbuch für die Gestaltung von Arbeitsplätzen in Büros.
Heidelberg (Dr. Curt Haefner Verlag) 2011 

bso Verband der Büro-, Sitz- und Objektmöbel/ Büro-Forum:
bso-Studie 2011
download unter www.buero-forum.de

Hochschule Luzern Technik & Architektur/Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement SECO (Hrsg.):
SBiB Studie: Schweizerische Befragung in Büros.
Bern 2010, verfügbar als   download (2,5 MB)

Martin, Dr. Peter:
Fallbeispiele: Neue Konzepte zur Flexibilisierung der Büroarbeit.
erstellt im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung 2007,
Büro für Arbeitsgestaltung und Arbeitsschutz (www.dr-peter-martin.de)
verfügbar als download (3,5 MB)

Windlinger, L. /Zäch, N.:
Wahrnehmung von Belastungen und Wohlbefinden bei unterschiedlichen Büroformen.
in: Zeitschrift für Arbeitswissenschaft (61) 2007/2

Prof. Dr.-Ing. H. V. Fuchs, J. Renz:
Schallschutz im Büro. Die akustische Beruhigung offener Bürolandschaften.
in Deutsche Bauzeitschrift DBZ 3/2007

IG Metall (Hrsg.):
Gute Arbeit im Büro. Neue Bürokonzepte gemeinsam gesund gestalten.
Arbeitshilfe 20, Frankfurt 2004 

Fraunhofer Institut Arbeitswirtschaft und Organisation (Hrsg.):
Zukunftsoffensive Office 21 - Mehr Leistung in innovativen Arbeitswelten.
Köln/Stuttgart (Egmont vgs Verlagsgesellschaft mbH) 2003 

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin:
Büroraumtypen und Ergonomieprobleme
Dortmund 1998, verfügbar als download ( 6,7 MB)

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Letzte Änderung: 6.9.2013

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Rechtsquellen
  • Arbeitsstätten-
    verordnung
      


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Literaturtipps
  • Spath / Bauer / Braun:
    Gesundes und erfolgreiches Arbeiten im Büro.
    2011


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