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Organisierte Kollegen zufriedener

Böckler Impuls: Gewerkschaftsmitglieder sind mit ihrer Arbeit zufriedener als nicht organisierte Beschäftigte

Gewerkschaftsmitglieder sind mit ihrer Arbeit zufriedener als nicht organisierte Beschäftigte, wie eine international vergleichende Studie zeigt. Dies berichtet die Hans Böckler-Stiftung in der Ausgabe 19/2012 von "Böckler Impuls".

Arbeitnehmerorganisationen sollen für mehr Arbeitszufriedenheit sorgen. Schließlich erhöhe gewerkschaftliches Engagement die Verhandlungsmacht der Beschäftigten und damit die Chancen auf bessere Arbeitsbedingungen, schreiben Chiara Paola Donegani von der Katholischen Universität Mailand und Stephen McKay von der Universität Birmingham. Etliche empirische Studien seien jedoch in der Vergangenheit zu dem Ergebnis gekommen, dass Gewerkschaftsmitglieder unzufriedener sind als Nichtmitglieder. Eine mögliche Erklärung: Unzufriedene Arbeitnehmer hätten einen besonders großen Anreiz, einer Gewerkschaft beizutreten.

Donegani und McKay liefern in ihrer europaweiten Vergleichsstudie eine andere Erklärung: Sie bezweifeln die Gültigkeit der bisherigen empirischen Befunde. Die Sozialwissenschaftler kritisieren, dass die Forschung sich bislang fast ausschließlich auf englischsprachige Länder konzentriert habe und daher kaum generalisierbar sei. Um zu aussagekräftigeren Ergebnissen zu kommen, haben sie Daten des European Social Survey analysiert. Ihre Berechnungen basieren auf Interviews mit insgesamt 29.000 Beschäftigten aus 18 europäischen Ländern. Das Ergebnis: Im Allgemeinen geht die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft mit mehr Arbeitszufriedenheit einher.

Weitere informationen auf den Internetseiten der Hans-Böckler-Stiftung und auf den Onlineseiten der Zeitschrift "transfer".

Quelle/Urheber: HBS/ergoRed


 

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