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Arbeit im Büro gesund gestalten

Beunruhigende Gesundheitssituation in der IT-Industrie - Umdenken gefordert

Forschungs- und Gestaltungsprojekt "DIWA-IT - Gesund arbeiten, gesund bleiben in der IT-Wirtschaft" traf sich zu seinem dritten Transferworkshop

Das Forschungs- und Gestaltungsprojekt "DIWA-IT - Gesund arbeiten, gesund bleiben in der IT-Wirtschaft" traf sich am 6. Oktober 2009 zu seinem dritten Transferworkshop unter dem Motto "Gesundheitsförderung in der IT-Industrie - Erfolgreiche Konzepte und Instrumente für die Praxis". Wissenschaftler aus dem Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung - ISF München präsentierten ihre Forschungsergebnisse zur neuen Belastungskonstellation in der IT-Industrie sowie die von ihnen erarbeiteten "Eckpfeiler für eine nachhaltige Gesundheitsförderung".

Ihre Forschungsergebnisse zeigen, dass fast die Hälfte der befragten Beschäftigten (49,5%) über starke oder sehr starke Belastung durch Zeitdruck und Arbeitsaufkommen klagt - im Vergleich zu knapp 30% aller hochqualifizierten Beschäftigten und gut 23% aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland. Vor allem dort, wo alle vier Faktoren nahezu ungebremst auf die Beschäftigten einwirken und sich gegenseitig aufschaukeln, wirkt sich dies massiv auf die Gesundheit aus: In diesen Fällen berichten mehr als 50% der Befragten, dass sie sich immer wieder an der Grenze ihrer Belastbarkeit erleben oder diese Grenze schon in Form eines gesundheitlichen Zusammenbruchs am eigenen Leib erfahren haben.

Fünf Handlungsfelder sind es vor allem, die die Forscher aus ihren Resultaten ableiten: ein kontinuierliches Monitoring der Gesundheitssituation; eine Kultur der Verbesserung der Arbeitsprozesse etablieren; zielgruppenorientierte Maßnahmen für die Führungskräfte, die besonders stark unter Belastung leiden und zugleich eine "Gatekeeper"-Funktion für Führungskultur und Gesundheitsförderung innehaben; eine Förderung der Ressource Teamkultur; und schließlich eine lebensphasensensible Personalentwicklung, die besonders die Bedürfnisse von Beschäftigten in der Familienphase sowie von älteren Beschäftigten berücksichtigt.

Der Votrag von Andreas Boes, Tobias Kämpf und Katrin Trinks wird als PDF-Download angeboten.

Das Projekt DIWA-IT wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Betreut wird es vom Projektträger im DLR, Förderschwerpunkt "Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz". Es läuft bis zum Mai 2010.

Weitere Informationen in einer Pressemeldung vom 6. Oktober 2009.

Quelle/Urheber: ISF München/ergoRed


 

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