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Arbeit im Büro gesund gestalten

Atypisch ist fast normal

Minijobs und Co - vor allem in westdeutschen Flächenbundesländern

Deutschlandweit waren im Jahr 2013 mehr als 43 Prozent aller Arbeitsverhältnisse Minijobs, Teilzeitstellen oder Leiharbeit. Die Berechnungen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) zeigen, dass die Leiharbeit mit einem Anteil von zwei Prozent der sozialversicherungspflichtigen und geringfügigen Beschäftigung annähernd auf dem Stand des Vorkrisenjahrs 2007 verharrt. Der Anteil der Minijobs hat im Vergleich zu 2007 sogar leicht zugelegt: um 0,6 auf 21,1 Prozent aller Arbeitsverhältnisse. Dazu dürften vor allem Neben-Minijobs beigetragen haben, deren Zahl seit 2007 um über 650.000 zugenommen hat, erläutert Pusch. Bei der Teilzeit zeigt die Statistik für die Jahre 2007 bis 2011 ebenfalls Zuwächse. Nach Umstellung der Meldestatistik der Bundesagentur für Arbeit betrug die Teilzeitquote im vergangenen Jahr 20,2 Prozent. Wie auch Minijobs würden Teilzeitbeschäftigungen vor allem von Frauen ausgeübt, konstatiert der Forscher.

Insgesamt wiesen daher auch westdeutsche Flächenländer die höchsten Quoten für atypische Beschäftigung auf: Schleswig-Holstein liegt mit 47,3 Prozent vorn, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit 46,5 und Niedersachsen mit 46 Prozent. Im Osten liegen die Werte deutlich darunter, was laut WSI mit anderen Erwerbsmustern vor allem bei Frauen zusammenhängt. Am niedrigsten ist der Anteil atypischer Beschäftigung in Thüringen, wo allerdings immer noch knapp zwei Fünftel der Arbeitsverhältnisse betroffen sind.

Zur WSI-Datenbank "Atypische Beschäftigung". Logo Ergo Online
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