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Arbeit im Büro gesund gestalten

ver.di-Film zu Burnout

„Ich kann nicht mehr“

„Der Druck war riesengroß. Fünf Termine zu fünf verschiedenen Themen. Alle waren wichtig“, erzählt eine Einkaufsleiterin, die an Burnout erkrankte. „Ich kann nicht von Dänemark nach Lyon und dann nach Hamburg fliegen und in die USA. Allein der Flug, die Zeitverschiebung, in meinem Kopf ist das immer größer geworden: Ich kann nicht.“

Die Filmemacher nähern sich dem Thema auch durch Theaterszenen, Bilder, Installationen. Fertige Antworten gibt es nicht. Dafür aber Gedankenanstöße und Hinweise ebenso wie Daten und Befunde zu den Arbeitsbedingungen in Deutschland aus Perspektive der Beschäftigten. "Die beste Burnout-Prävention, und letztlich die einzig nachhaltig wirksame, sind gute Arbeitsbedingungen. Selbstverständlich ist es dazu wichtig, dass die Einzelnen lernen, Nein zu sagen und sich Grenzen zu setzen. Aber das ist nicht alles. Denn wer sich selbst Grenzen setzt, zieht auch seinem Arbeitgeber – oder Auftraggeber – welche. Wirksam können solche Grenzen letztlich aber nur werden, wenn es gesellschaftliche Normen und Rechtsansprüche gibt, auf die sich die Einzelnen stützen können. Und die sind noch nie vom Himmel gefallen. Sie sind immer kollektiv erkämpft worden – maßgeblich auch durch Gewerkschaften", kommentiert Anke Thorein von der ver.di Initiative Gute Arbeit.

Der zehnminütige Film, der in Kooperation mit dem ver.di-Bereich "Innovation und Gute Arbeit" entstanden ist, kann hier angeschaut und herunter geladen werden.

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