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Arbeit im Büro gesund gestalten

Immer längere Arbeitszeiten

Noch lange keine Gute Arbeit

Die Auswertung des DGB-Index Gute Arbeit für 2014 zeigt: Die Qualität der Arbeit wird von den Beschäftigten als nicht gut bewertet. Wie schon 2013 liegt die Gesamtarbeitsqualität mit einem Indexwert von 61 im unteren Mittelfeld. Besonders schlechte Bewertungen bekommen die Kriterien Arbeitsintensität und Einkommen (je 47 Indexpunkte), als gut wird der Sinn der Arbeit bewertet (81 Indexpunkte).

Der Report widmet sich dem Schwerpunkt Arbeitszeitgestaltung. Denn flexible Arbeitszeiten sind in der Realität meist arbeitgeberbestimmt - zu Lasten der Beschäftigten, für die es immer schwieriger wird, die berufliche Tätigkeit mit anderen Lebensbereichen wie etwa der Familie zu vereinbaren. Viele Beschäftigte haben nur unzureichende Möglichkeiten, Einfluss auf die Lage und den Umfang der Arbeitszeiten zu nehmen, während Überstunden an der Tagesordnung sind. Knapp 60 Prozent der Beschäftigten in Deutschland arbeiten länger als in ihrem Arbeitsvertrag vereinbart. Und jede/r Vierte Beschäftigte leistet pro Woche mehr als fünf Überstunden. Dabei verbessern Gestaltungsmöglichkeiten der Beschäftigten nachweislich nicht nur die Vereinbarkeit von Arbeit und Leben, sondern verringern auch hohe Arbeitsbelastungen. Wichtig aus gewerkschaftlicher Perspektive sind hierbei allerdings flankierende Regelungen, die sicherstellen, dass größere Zeitsouveränität auch wirklich zu menschengerechteren Arbeitsbedingungen führt.

Der Report und ein Supplementband (mit Ergebnissen einzelner Branchen) stehen als PDF zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es unter www.dgb-index-gute-arbeit.de. Hier kann auch jede/r den eigenen Indexwert Gute Arbeit ermitteln und dabei die Dimensionen und Kriterien des DGB-Index Gute Arbeit kennenlernen.


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