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Arbeit im Büro gesund gestalten

Vollzeitbeschäftigte möchten Arbeitszeit reduzieren, Teilzeitbeschäftigte möchten aufstocken

Studie in den WSI-Mitteilungen

Bei den Arbeitszeiten in Deutschland gehen die betriebliche Realität und die Bedürfnisse der Beschäftigten deutlich auseinander. Vollzeitbeschäftigte möchten ihre tatsächliche Arbeitszeit im Durchschnitt reduzieren, Teilzeitbeschäftigte aufstocken, zeigt eine neue Untersuchung. Überstundenabbau und Wahlarbeitszeit könnten Abhilfe schaffen.

Kürzer oder länger arbeiten? Die Vorschläge für eine angemessene Arbeitszeitpolitik sind widersprüchlich. Die Bundesagentur für Arbeit rät angesichts der demografischen Entwicklung neuerdings zu längeren Arbeitszeiten. Dagegen werben Sozialpolitiker für eine Verkürzung. Hauptargumente hier: Eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Reduzierung von gesundheitsschädlichen Arbeitsbelastungen.

Wie ist es in Sachen Arbeitszeit um die Bedürfnisse der Beschäftigten einerseits, die Situation in deutschen Betrieben andererseits bestellt? Das haben PD Dr. Elke Holst vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und Dr. Hartmut Seifert, ehemaliger Leiter des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung, untersucht. Nach ihrer Analyse auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) weichen die tatsächlichen von den bevorzugten Arbeitszeiten deutlich ab. Insgesamt empfinden Arbeitnehmer die Arbeitszeiten als zu lang, zeigen die Forscher in einem Aufsatz, der in der aktuellen Ausgabe der WSI-Mitteilungen erschienen ist. Dabei galt für alle Befragten im SOEP, dass sie für ihre Wunsch-Arbeitszeit auch ein entsprechend angepasstes Entgelt akzeptieren würden.

Weitere Ergebnisse und Informationen in einer Pressemeldung vom März 2012 und im Böckler-Impuls 04/2012

Quelle/Urheber: Hans-Böckler-Stiftung/ergoRed

 

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