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Arbeit im Büro gesund gestalten

Der lange Weg zur Arbeit

Verlorene Lebenszeit?

Pendeln ist weder selbstbestimmte Freizeit noch bezahlte Arbeitszeit. Drei Stunden am Tag - das ist nicht selten und wird von vielen als verlorene Lebenszeit aufgefasst. Von Verspätungen und schlechten Verbindungen nicht zu reden. Zusätzlich entsteht Stress durchs Umsteigen - dabei steigt der Cortisolspiegel - der Stress-Hormonspiegel im Blut - an. Kurze Pendelzeiten dauern 30 Minuten, lange werden mit etwa 60 Minuten angesetzt - täglich. Viele Pendler und Pendlerinnen nehmen den langen Weg zur Arbeit selbstverständlich hin oder nehmen das Pendeln zumindest in Kauf, weil ihnen berufliche Ziele wichtig sind. Eine gute Einstellung, sagen Experten. Denn jemand kommt besser mit den langen Wegstrecken zurecht, wenn eine positive Beziehung zum Pendeln aufgebaut werden kann. Keinen Widerstand dagegen entwickeln, denn Widerstand macht Ärger. Und Ärger macht Stress. Und Stress raubt Energie, heißt es im Beitrag des WDR. Besser das Unvermeidliche annehmen. Manch einer nutzt die Pendelzeit für sich, quasi als Puffer zwischen Beruf und Privatleben. Um eine Sprache zu lernen, um zu lesen, zu schlafen - natürlich abhängig vom Verkehrsmittel. Pendlern könnte es allerdings besser gehen, wenn die Unternehmen besser für die Pendler sorgen würden – beispielsweise durch Home-Office-Tage, flexiblere Arbeitszeiten oder als fahrradfreundliche Arbeitgeber. Quarks-Reporterin Ursula Reinsch berichtet über Erfahrungen.

Quelle: WDR 5 »Quarks - Wissenschaft und mehr«, Sendung vom 26. Juli 2018, zum Nachhören, 9:53 Minuten

 

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