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Arbeit im Büro gesund gestalten

BKK: Digitale Arbeit belastet die Psyche

Erschöpft von vielen Informationen und Nicht-Abschalten-Können

Mehr als jede/r fünfte deutsche Arbeitnehmer/in sagt: Die Digitalisierung belastet mich. Durch sie fühle ich mich erschöpft. Die Gründe dafür sind vielfältig, sagte Arbeitspsychologe Jan Dettmers, der am BKK-Gesundheitsreport 2017 mitarbeitete. Das hat zum einen mit der Erwartungshaltung zu tun, dass Beschäftigte auch in ihrer Freizeit erreichbar sein sollen. Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben würden für einige Beschäftigte durchlässiger, das führe oft zu Mehrarbeit und zu dem Eindruck, die Arbeit sei nie getan, berichtete der Tagesspiegel. „Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass man so nicht richtig abschalten kann, was wiederum essenziell für die Erholung ist“, sagte Dettmers. Zu anderen haben es Beschäftigte die vielen Informationen zu tun - unter anderem als E-Mails - die den Einzelnen davon ablenken, eine Aufgabe am Stück zu erledigen. „Man muss sich heute richtig dazu zwingen, sich zu konzentrieren.“ Ein weiteres Problem sei der Optionsstress, wie ihn Gesundheitssoziologe Holger Pfaff nannte. Wegen der vielen Unterbrechungen während ihres Arbeitstages müssten sich Beschäftigte immer wieder überlegen, was sie denn nun als erstes tun. In einem Beitrag schreibt er, dass Wissenschaftler schon befürchten würden, dass „durch die Digitalisierung die Fähigkeit des Menschen, sich zu fokussieren und dadurch kreativ Probleme zu lösen, verloren geht“. Für den Report wurden 3.000 Beschäftigte befragt

Quelle: BKK-Gesundheitsreport 2017  "Digitale Arbeit - Digitale Gesundheit"

 

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