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Arbeit im Büro gesund gestalten

Ständig erreichbar

Nachrichten in der Freizeit wirken sich auf das Wohlbefinden aus

Die Arbeitswelt verändert sich durch vielfältige Möglichkeiten, die moderne Informations- und Kommunikationsmedien bieten. Veränderungen lösen oft Ängste aus, sind aber auch mit Hoffnung auf Arbeitserleichterung, Zeitersparnis und besserer Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben verbunden. Smartphone & Co erlauben in vielen Berufen zunehmend ein zeit- und ortsungebundenes Arbeiten. Welche (gesundheitlichen) Auswirkungen damit für ArbeitnehmerInnen verbunden sind, beleuchten Studien der TU Wien und der AK Niederösterreich. 

Anrufe und E-Mails beantworten, noch schnell eine Nachricht an KollegInnen oder Vorgesetzte tippen – all das ist heute auch außerhalb regulärer Arbeitszeiten möglich. Rund jede/r zweite Befragte ist selbst im Urlaub erreichbar, rund zwei von drei Befragten abends nach der Arbeit. Am häufigsten erreichbar ist man, „wenn in der Arbeit viel zu tun ist“ oder „wenn berufliche Nachteile befürchtet werden“. Für Frauen spielt das eine noch stärkere Rolle als für Männer (Online-Studie 2017 mit rund 300 TeilnehmerInnen).

Doch gesund ist die ständige Erreichbarkeit nicht. Wichtige Erholungsprozesse werden eingeschränkt und verhindert. Je stärker Arbeit und Privatleben getrennt werden, desto besser gelingt es in der Freizeit, von der Arbeit abzuschalten. Werden allerdings Nachrichten auch in der Freizeit entgegengenommen, berichteten die befragten ArbeitnehmerInnen verstärkt über emotionale Gereiztheit, Grübeln über die Arbeit und schlechtere Schlafqualität.

Die Ergebnisse der "Smartfone-Studie" der AK Niederösterreich und TU Wien kann heruntergeladen werden. Die ISW-Studie von 2015 mit dem Titel "Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit: Ergebnisse einer quantitativen Fragebogenstudie in Niederösterreich" ebenfalls. Logo Ergo Online
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