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Arbeit im Büro gesund gestalten

Bericht der BAuA: Psychische Geundheit in der Arbeitswelt

Anti-Stress-Verordnung notwendig

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wird sich an dem „Runden Tisch zur Psychischen Gesundheit in der Arbeitswelt“ beteiligen, drängt aber auf schnelle und konkrete Ergebnisse. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach sagte, dass nicht nur der Abschlussbericht der BAuA zeige, wie sher hohe Arbeitsintensität und gesundheitliche Beeinträchtigungen zusammenhingen. Darüber hinaus zeige die Beschäftigtenbefragung, die der DGB mit dem ‚Index Gute Arbeit‘ kürzlich vorgestellt habe, dass Digitalisierung nicht automatisch entlaste. Bislang führe digitale Arbeit für mehr als die Hälfte der Beschäftigten zu mehr Arbeitsstress. Deshalb ist es heute und in Zukunft umso wichtiger, konkrete Maßnahmen für die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz umzusetzen und Regelungslücken zu schließen.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften unterstützen den neuen Runden Tisch, allerdings unter der Maßgabe, dass die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu arbeitsbedingten psychischen Belastungen schnellstens – spätestens bis Ende 2018 – in wirksame Schritte für die Gesundheit der Beschäftigten umgesetzt werden. Der Runde Tisch dürfe nicht zur langen Bank werden.

Der DGB hält eine Anti-Stress-Verordnung nach wie vor für notwendig. Für einen nutzbringenden Dialogprozess wäre es zudem hilfreich, wenn alle Akteure mit dem DGB aus den vorliegenden Studien die Konsequenz ziehen würden, dass Arbeit und die Bedingungen, unter denen sie stattfindet, von ganz besonderer Bedeutung für die psychische Gesundheit sei. "Diesen Zusammenhang sollten nun auch die Arbeitgeberverbände als gesichert annehmen.“

Der BAuA-Bericht zum Projekt "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt" kann kostenlos heruntergeladen werden.


 

 

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