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Arbeit im Büro gesund gestalten

Gesunde Arbeit im digitalen Zeitalter

Gefährdungsbeurteilung durchführen

Um die Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten, dringt die Kommission darauf, zunächst die bestehenden Instrumente anzuwenden – aber konsequenter als in der Vergangenheit. Das gilt insbesondere für die bereits heute vorgeschriebenen, aber nur von jedem zweiten Unternehmen umgesetzten Gefährdungsbeurteilungen. Damit lassen sich Arbeitsumstände, die krank machen, systematisch erfassen und in der Folge systematisch verbessern. Aus Sicht der Kommission müssten Betriebe durch verstärkte Kontrollen und Sanktionen wirksam zu Gefährdungsbeurteilungen verpflichtet werden, wobei kleinere Firmen Unterstützung bei der Anfertigung erhalten sollten. Weiterhin seien die Standards zu konkretisieren. Beispielsweise würden dort, wo es bereits heute Gefährdungsbeurteilungen gibt, oft die psychischen Belastungen unter den Tisch fallen. Diese Lücke ist den Arbeitsmarktexperten zufolge dringend zu schließen. Gerade Geringqualifizierte stünden häufig unter Druck durch hohe Anforderungen bei gleichzeitiger Arbeitsplatzunsicherheit. Besonders wichtig ist den Experten weiterhin „die direkte Beteiligung der Beschäftigten“. Belegschaftsbefragungen und Zugang zu Beratung am Arbeitsplatz seien nötig, um den Ursachen von Beschwerden auf die Spur zu kommen.

„Um das Instrument in den Augen der Belegschaften nicht zu delegitimieren“, müssen am Ende des Prozesses natürlich auch „konkrete Maßnahmen im Arbeitsalltag“ stehen. Missstände sollten nicht nur einmal dokumentiert, sondern auch regelmäßig überprüft und schließlich behoben werden.

Quelle: Kerstin Jürgens, Reiner Hoffmann u.a.: Arbeit transformieren! Denkanstöße der Kommission „Arbeit der Zukunft“, Bielefeld 2017 (ab Seite 144)
 

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