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Arbeitszeitreport der BAuA

Vollzeitbeschäftigte wollen kürzer, Teilzeitbeschäftigte länger arbeiten

Der Arbeitszeitreport der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlicht die Ergebnisse zu verschiedenen Aspekten der Arbeitszeit, etwa Länge und Lage, flexible Arbeitszeiten und Verfügbarkeit außerhalb der Arbeitszeit. Bei den Arbeitszeitwünschen gab es folgende Ergebnisse:

Rund die Hälfte der Beschäftigten möchte die Länge ihrer aktuellen Arbeitszeit nicht ändern. Allerdings wünschen sich viele Teilzeitbeschäftigte eine Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit, besonders wenn sie das Gefühl haben, das Haushaltseinkommen reiche nicht aus. Vollzeitbeschäftigte möchten ihre Arbeitszeit insbesondere bei sehr langen Arbeitszeiten, hoher Arbeitsintensität oder gesundheitlichen Beschwerden reduzieren. Generell steht der Wunsch, die Arbeitszeit zu verkürzen, mit der Gesundheit der Beschäftigten in Zusammenhang. Sowohl Vollzeitbeschäftigte als auch Teilzeitbeschäftigte mit Verkürzungswunsch geben mehr gesundheitliche Beschwerden an als Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit nicht reduzieren möchten. Die tatsächliche Arbeitszeit von Frauen hängt deutlicher von ihrer Lebenssituation ab als die der Männer. So reduzieren insbesondere Frauen in der Altersgruppe 30 bis 49 Jahre ihre Arbeitsstunden. In dieser Lebenssituation, in die auch mehrheitlich die Familiengründung fällt, liegt die tatsächliche Arbeitszeit der in Teilzeit tätigen Frauen mit mit Partner beziehungsweise Partnerin und Kindern am ehesten an ihrem Arbeitszeitwunsch, der Wunsch nach einer Aufstockung ihrer Stundenzahl wird jedoch mit zunehmendem Alter der Kinder größer. Auch die Arbeitszeit von Paaren mit Kindern fällt geringer aus als die von Paaren ohne Kinder, was sich fast vollständig durch eine geringere Arbeitszeit der Frauen erklären lässt. Bei Männern hingegen bleiben gewünschte und tatsächliche Arbeitszeit über viele Lebenssituationen hinweg konstant, relativ unabhängig davon, ob sie in Partnerschaft leben oder Kinder haben. Eine große Diskrepanz zwischen gewünschter und tatsächlicher Arbeitszeit besteht bei der Gruppe der Alleinerziehenden. Hier stehen sich stärker als bei anderen Erwerbstätigengruppen finanzielle Schwierigkeiten und die Unzufriedenheit mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gegenüber.

Datengrundlage ist die Arbeitszeitbefragung von 2015, für die 20.000 Erwerbstätige befragt wurden. 

Quelle: BAuA

 

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