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Arbeit im Büro gesund gestalten

Junge Leute besonders oft befristet beschäftigt

Armutsgefährdet, seltener verheiratet, weniger Kinder

Besonders in der Berufseinstiegs- und Familiengründungsphase sind unter 35-Jährige besonders häufig von befristeter Beschäftigung betroffen. Mehr noch: Befristet Beschäftigte haben deutlich niedrigere Nettoeinkommen als gleich alte Arbeitnehmer mit unbegrenztem Vertrag. Dementsprechend sind sie trotz Arbeit doppelt so häufig von Armut bedroht. Junge Beschäftigte in befristeten Arbeitsverhältnissen sind zudem seltener verheiratet und haben deutlich weniger Kinder als unbefristet Beschäftigte.

„Der offenkundige Nachteil einer befristeten gegenüber einer unbefristeten Beschäftigung besteht darin, dass die Betroffenen mit erheblicher Planungsunsicherheit konfrontiert sind, die sich auch lebensweltlich auswirkt“, beschreibt Eric Seils, Sozialexperte beim Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI), die Situation junger Menschen mit befristeter Beschäftigung. „Häufige Stellenwechsel, zum Teil verbunden mit Ortswechseln, erschweren die Bildung stabiler Partnerschaften. Und Kinder kosten Geld, daher dürften viele Paare die Realisierung ihres Kinderwunsches aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheit verschieben“, so der Wissenschaftler.

Die Ergebnisse im Einzelnen sind im WSI-Policy-Brief Nr. 8, Dezember 2016, nachzulesen. Eric Seils: Jugend & Befristete Beschäftigung. Eine Auswertung auf Basis aktueller Daten des Mikrozensus. 

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