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Arbeit im Büro gesund gestalten

Wochenendarbeit breitet sich nicht weiter aus

Jüngere arbeiten häufiger samstags und sonntags als Ältere

Erwerbstätigkeit am Wochenende bestimmt nicht immer mehr das Alltagsleben. Unter den Selbstständigen geht der Anteil der Erwerbstätigen mit Arbeit an Wochenenden etwa seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts zurück, bei den Arbeitnehmern setzte die rückläufige Entwicklung etwas später ein. Unter den am Wochenende tätigen abhängig Beschäftigten kam es zu einer gewissen Strukturverschiebung: So blieb der Anteil derjenigen Arbeitskräfte unverändert, die ständig oder regelmäßig am Wochenende ihren Job ausüben, während die Zahl jener abnahm, die nur gelegentlich am Wochenende einem Beruf nachgehen. Hier bleibt die Frage zu beantworten, ob es sich vornehmlich um Veränderungen der beruflichen Anforderungen oder um einen Einstellungswandel der abhängig Beschäftigten handelt – dass also die Bereitschaft abgenommen hat, manchmal am Wochenende beruflich aktiv zu sein.

Es gibt zwei gegenläufige Entwicklungen. Zum einen wächst die Beschäftigung in solchen Wirtschaftszweigen besonders kräftig, in denen Arbeit am Samstag oder Sonntag stark verbreitet ist – wie im Gastgewerbe, im Handel oder im Sektor Gesundheit und Soziales. Zum anderen verschiebt sich in der Summe aller Wirtschaftszweige der Personaleinsatz weg vom Wochenende hin zu den üblichen Werktagen. Wochenendarbeit ist unter jüngeren abhängig Beschäftigten stärker ausgeprägt als unter den älteren, unter Männern mehr als unter Frauen – die Frauen haben aber aufgeholt und bei der ständigen beziehungsweise regelmäßigen Wochenendarbeit die Männer bereits überholt. Oft ist Berufstätigkeit am Wochenende mit Schichtarbeit verbunden. Mit Blick auf die Tätigkeiten ist zwischen der Arbeit am Samstag und Sonntag zu unterschieden. Am Samstag werden vergleichsweise häufig einfache Jobs ausgeübt. Die Entlohnung der am Samstag Tätigen ist daher unterdurchschnittlich. Am Sonntag sind indes auch relativ viele Arbeitskräfte aktiv, die für ihre berufliche Tätigkeit eine Hochschulbildung benötigen.

Der vollständige Bericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin ist als PDF erhältlich.

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