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Arbeit im Büro gesund gestalten

Was der Job mit der Krankheit zu tun hat

Köperliche Belastungen schaden dem Rücken, emotionale der Psyche

Der aktuelle BKK Gesundheitsreport 2016 „Gesundheit und Arbeit“ zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Berufsgruppen. Analysiert wurden die Daten von 9,3 Millionen Versicherten, darunter 4,4 Millionen Arbeitnehmer, die bei einer BKK versichert sind. Damit ist der Report repräsentativ für das Erkrankungsgeschehen in der Arbeitswelt.

Mit mehr als drei Wochen sind Reinigungsberufe die Spitzenreiter (23 durchschnittliche Fehltage), gefolgt von Verkehrs- und Logistikberufen (22 Tage) und Sicherheitsberufen (20,5 Tage). Am unteren Ende der Fehlzeitenskala finden sich unternehmensbezogene Dienstleistungsberufe - so in den Bereichen Recht und Verwaltung sowie Medienberufe mit jeweils rund 13 Krankentagen. Beschäftigte im IT-Bereich waren im Schnitt nur 12 Tage krank gemeldet.

Berufe, die vor allem mit körperlich belastenden Tätigkeiten verbunden sind (etwa Fertigungsberufe), sind erwartungsgemäß vor allem durch Fehlzeiten aufgrund von Muskel- und Skeletterkrankungen geprägt. Dagegen zeigen sich bei Berufen mit hoher emotionaler Belastung, wie  Gesundheitsberufe besonders viele Fehltage aufgrund von psychischen Störungen. Auch bei den Arbeitsunfällen gibt es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem ausgeübten Beruf und den damit verbundenen Arbeitsbedingungen. Werden bei im Hoch- und Tiefbau Tätigen im Schnitt 1,5 Tage je Beschäftigtem durch einen Arbeitsunfall verursacht, sind es bei den im Bereich Finanzdienstleistungen, Rechnungswesen und Steuerberatung Tätigen gerade einmal 0,1 Tage.

Rund 1,7 Tage fehlten die Leih- bzw. Zeitarbeiter im Jahr 2015 länger als Beschäftigte mit einem regulären Arbeitsvertrag. Dabei gab es große Unterschiede, je nach Berufsgruppe: Leih- bzw. Zeitarbeiter, die in Fertigungs- oder in Verkehrs- und Logistikberufen tätig sind, haben deutlich weniger Fehltage als dortige Festangestellte. Umgekehrt ist dieses Bild bei den Gesundheitsberufen, den Reinigungsberufen und den Bauberufen.

Der Gesundheitsreport 2016 der Betriebskrankenkassen mit dem Titel "Gesundheit und Arbeit" umfasst 517 Seiten und kann hier heruntergeladen werden.

 

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