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AOK: Studierende überdurchschnittlich gestresst

Folgen der Bologna-Reform

Die Untersuchung zeigt auch: Weibliche Studierende leiden mehr unter den Anforderungen als ihre männlichen Kommilitonen, an staatlichen Universitäten ist man gestresster als an privaten Hochschulen, und Bachelorstudenten fühlen sich mehr belastet als Studierende anderer Abschlussarten.

Studienleiterin Prof. Dr. Uta Herbst von der Universität Potsdam erklärt: "Es ist vor allem der Stress, der durch Zeit- und Leistungsdruck sowie die Angst vor Überforderung entsteht, was Studierenden das Leben schwer macht. 53 Prozent geben ein hohes Stresslevel an, damit rangieren sie sogar vor anderen Bevölkerungsgruppen." Wie eine vergleichbare Studie aus dem Jahr 2015 gezeigt hat, lag der Anteil der in der Arbeitswelt Beschäftigten mit hohem Stresslevel mit 50 Prozent knapp darunter. Ein Grund für dieses hohe Belastungsgefühl sieht Studienleiter Prof. Dr. Markus Voeth von der Universität Hohenheim in den Folgen der so genannten Bologna-Reform. Im Jahr 1999 hatten sich insgesamt 29 europäische Staaten auf die Schaffung eines einheitlichen Hochschulraumes verständigt. Dies hatte unter anderem eine stärkere Reglementierung und eine erhöhte Prüfungsbelastung zur Folge.

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