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Arbeit im Büro gesund gestalten

Junge lassen Pausen sausen

»Zu viel Arbeit«

Das Bundesarbeitsministerium verweist in diesem Zusammenhang auf Daten aus der „Arbeitszeitbefragung 2017“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Als Grund für den Ausfall hätten 63 Prozent der Beschäftigten zuletzt „zu viel Arbeit“ sowie „Pause passt nicht in den Arbeitsablauf“ angegeben. 26 Prozent gaben an: „Möchte keine Pause machen“. 14 Prozent verzichteten auf Pausen, „um früher Feierabend zu haben“. 24 Prozent nannten sonstige Gründe. Unter Verweis auf Daten aus dem Jahr 2015 erklärt das Arbeitsministerium, dass Beschäftigte im Gastgewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen am häufigsten von einem Pausenausfall betroffen seien.

Die Linksfraktion sieht erhebliche Defizite aufseiten der Arbeitgeber. „Die Zahlen sind alarmierend. Viele Arbeitgeber ignorieren offensichtlich ihre gesetzlichen Schutz- und Sorgfaltspflichten und nehmen damit Gesundheitsgefährdungen ihrer Beschäftigten in Kauf“, sagte die Linken-Bundestagsabgeordnete Jessica Tatti. „Zeitdruck, Arbeitsverdichtung und Leistungsstress sind zu einem massiven Problem in der Arbeitswelt geworden. Wenn Beschäftigte die Arbeit in ihrer Arbeitszeit nicht schaffen, dann muss mehr Personal eingestellt werden.“ Insbesondere im Erziehungs- und Pflegebereich würden viele bereits seit Jahren am Limit arbeiten.

Quelle: Frankfurter Rundschau, 13. November 2018


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