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Arbeit im Büro gesund gestalten

BAuA-Faktenblatt: mehr Bildschirmarbeit

Mehr Erschöpfung und Arbeitsdruck bei den Computerarbeiter/innen

Computernutzung gehört in vielen Berufen zum Alltag. Oft bietet die Arbeit mit dem Computer den Erwerbstätigen einen erweiterten Handlungsspielraum, um ihre Arbeit eigenständig zu organisieren. Jedoch geht die berufliche Computernutzung auch häufig mit einem erhöhten Arbeitsdruck einher. Wer häufig am Computer arbeitet, ist öfter von psychosomatischen Beschwerden betroffen. Von den Erwerbstätigen, die bei der Arbeit häufig einen Computer nutzen, berichten beispielsweise 22 % von arbeitsbezogenen Augenbeschwerden. Erwerbstätige, die nur selten oder nie einen Computer nutzen, haben nur in 15 % der Fälle solche Augenbeschwerden. Auch ist die emotionale Erschöpfung bei Erwerbstätigen, die häufig mit Computern arbeiten, stärker verbreitet (27%), als dies bei Erwerbstätigen ohne Computernutzung der Fall ist (19%). 

Fazit: In welchem Umfang Erwerbstätige bei der Arbeit einen Computer nutzen, unterscheidet sich stark nach Berufsgruppen. Die digitale Arbeitswelt bietet den Erwerbstätigen häufig die Chance eines erweiterten Handlungsspielraums. Allerdings birgt sie gleichzeitig das Risiko steigender Anforderungen. Diese Ergebnisse der BIBB/BAuA Erwerbstätigenbefragung stehen im Einklang mit bestehenden wissenschaftlichen Studien. In der Praxis gilt es, betriebliche und politische Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Erwerbstätigen vor den Risiken der beruflichen Computernutzung bestmöglich zu schützen. Seitens der Wissenschaft sollten Indikatoren entwickelt werden, um den digitalen Wandel der Arbeitswelt genauer zu untersuchen und weitergehende Handlungsempfehlungen ableiten zu können.

Das BIBB/BAuA-Faktenblatt 25 mit dem Titel »Berufliche Computernutzung: Chancen und Risiken für Erwerbstätige« kann kostenlos heruntergeladen werden.

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